Appenzeller Alpenbitter schliesst 12-Millionen-Ausbau ab
Auslöser für das Generationenprojekt waren fehlende Lagerflächen, komplizierte Warenflüsse und die zunehmend problematische Verkehrssituation auf dem Firmenareal. Besucher, Mitarbeiter und Lastwagen nutzten teilweise dieselben Verkehrsflächen. Gleichzeitig reichten die bestehenden Räume für Lager, Warenannahme, Auslieferung und Büros nicht mehr aus.
Die Erweiterung wurde deshalb in drei Etappen umgesetzt. Auf der Ostseite des Areals entstand zunächst eine neue Erschliessungsstrasse. Es folgten der Bau eines Hochregallagers und die Aufstockung bestehender Gebäudeteile. In der letzten Bauphase wurden neue Büros, Sitzungszimmer und Sozialräume eingerichtet.
2200 zusätzliche Palettenplätze
Die Betriebserweiterung schafft mehr als 2000 Quadratmeter zusätzliche Gebäudefläche. Allein das neue Hochregallager bietet Platz für rund 2200 Paletten. Seine stützenfreie Holzkonstruktion ermöglicht eine flexible Einteilung und erleichtert spätere Anpassungen.
Mit den neuen Kapazitäten kann Appenzeller Alpenbitter seine bisherigen Aussenlager in St.Gallen aufheben. Dadurch entfallen nach Angaben des Unternehmens jährlich Tausende Lastwagenkilometer. Gleichzeitig werden Arbeitswege verkürzt und die Warenflüsse am Standort Appenzell vereinfacht.
Auch der Besucherrundgang «Kräuterwelt» wurde erweitert. Er gewährt neu einen Einblick in das Hochregallager und macht damit einen Teil der betrieblichen Logistik für Besucher sichtbar.
Eigenes Holz prägt den Neubau
Für das Hochregallager und die aufgestockten Gebäudeteile wurden insgesamt rund 2500 Kubikmeter Rundholz aus firmeneigenen Wäldern verwendet. Die Appenzeller Alpenbitter AG ist die grösste private Waldbesitzerin im Kanton Appenzell Innerrhoden. Das Holz wurde in regionalen Betrieben verarbeitet, was kurze Transportwege ermöglichte.
Architektonisch sollte sich die Erweiterung trotz ihres beträchtlichen Volumens in das Appenzeller Ortsbild einfügen. Die Fassade besteht aus rund 23’000 grossen Holzschindeln. Abgestufte Satteldächer nehmen typische Formen der regionalen Baukultur auf.
Dem Projekt ging ein Wettbewerb mit fünf Architekturbüros voraus. Durchgesetzt hatte sich der Entwurf der Lukas Imhof Architektur GmbH. Mit dem Abschluss des Zwölf-Millionen-Projekts schafft Appenzeller Alpenbitter die infrastrukturelle Grundlage für die weitere Entwicklung am angestammten Firmenstandort.