Acrevis steigert Reingewinn erneut
27.02.2020

Acrevis steigert Reingewinn erneut

Die Acrevis Bank AG mit Sitz in St.Gallen war trotz anspruchsvollen Rahmenbedingungen und damit verbundenen Herausforderungen auch 2019 finanziell erfolgreich. Der Erfolg aus operativer Tätigkeit konnte um 1.3 % auf CHF 24.6 Mio. und der Reingewinn um 1.4 % auf CHF 19.6 Mio. gesteigert werden. Dieses Ergebnis konnte primär dank einem um 2.4 % auf CHF 69.5 Mio. gesteigerten Bruttoertrag erzielt werden.

Sehr erfreulich habe sich das Finanzierungsgeschäft entwickelt, teilt Acrevis mit: Die Kundenausleihungen stiegen netto um 3.2 % auf CHF 3.73 Mrd. und der Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 2.3 % auf CHF 41.0 Mio. Die Bilanzsumme stieg um 3.4 % auf CHF 4.5 Mrd. Das Wachstum der Depotvolumen betrug 11.3 % oder CHF 496 Mio. auf CHF 4.89 Mrd., während sich der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit CHF 20.5 Mio. trotz des erwähnten Volumenanstiegs gegenüber dem Vorjahr geringfügig reduzierte (minus CHF 0.1 Mio. oder – 0.4 %).

Deutlich bessere zweite Jahreshälfte
Der Grund liegt bei tieferen Courtageerträgen im ersten Halbjahr 2019, die auf grössere Unsicherheiten an den Finanzmärkten zu Jahresbeginn zurückzuführen sind. Das deutlich bessere zweite Halbjahr brachte einen erfreulichen Ausgleich. Anhaltende Erfolge und im Marktvergleich überdurchschnittliche Performances erzielt Acrevis mit dem Anlagemodell «Acrevis spektrum». Entsprechend entwickelt sich auch das Vermögensverwaltungsgeschäft, welches in der Berichtsperiode einen starken Volumenanstieg von 29.1 % auf CHF 1.01 Mrd. erfahren hat.

Der Geschäftsaufwand stieg um 3.3 % auf CHF 42.0 Mio., dies bei sinkendem Personal- und steigendem Sachaufwand. Die Verlagerung ist auf die Übertragung der Abteilung «Kreditverarbeitung» auf die Acrevis-Tochtergesellschaft Finanz-Logistik AG zurückzuführen. Die Mehrkosten stehen im Zusammenhang mit der Einführung der neuen «Acrevis invest»-Anlagelösungen sowie Betriebsmehrkosten aufgrund der Digitalisierung.

Tiefe Risiken
Das Ausleihungswachstum wurde unter Fortführung der bewährten, vorsichtigen Risikopolitik erzielt. So gibt es für Acrevis aufgrund der hohen Qualität der Ausleihungen per Ende 2019 keinen Bedarf an zusätzlichen Wertberichtigungen. Die Bilanz ist mit einer hohen Kapitalquote von 18.0 % (Vorjahr 18.4 %) bei einer regulatorischen Zielgrösse von 12.2 % weit überdurchschnittlich finanziert.

Der Kundenausleihungsdeckungsgrad ist mit 94.2 % (93.9 % per Ende 2018) weiterhin sehr komfortabel und widerspiegelt das grosse Vertrauen der Kunden in Acrevis, die mit Niederlassungen vom Bodensee bis zum Zürichsee vertreten ist. Die vorhandenen eigenen Mittel betragen (nach Gewinnverwendung) CHF 402 Mio., was ein Wachstum von CHF 8.5 Mio. bzw. +2.2 % bedeutet.

Fortschreitende Digitalisierung
Wichtige Meilensteine hat Acrevis 2019 bezüglich Digitalisierung erreicht. Im Zentrum stand die Implementierung der neuen Technologieplattform. Diese stellt eine entscheidende Weiterentwicklung für ihre IT-Architektur dar, da sie Flexibilität schafft und ermöglicht, Digitalisierungs-Vorhaben künftig schneller und mit tieferen Kosten umzusetzen. So konnten im Zusammenhang mit den neuen «Acrevis invest»-Anlagelösungen beratungsunterstützende Anwendungen geschaffen werden.

Des Weiteren wurde die Online-Hypothek weiterentwickelt, der «Schalter der Zukunft» in Wil (Bild) eröffnet und mit dem Aufbau von zahlreichen Anwendungen gestartet, welche dieses Jahr lanciert werden. Das Inkrafttreten des Finanzdienstleistungsgesetzes per 1. Januar 2020 hat Acrevis zum Anlass genommen, die Anlagelösungen für die unterschiedlichsten Kundenbedürfnisse auszubauen und dem neuen regulatorischen Umfeld anzupassen.