Appenzell Ausserrhoden

AB transportieren über 5,2 Millionen Fahrgäste

AB transportieren über 5,2 Millionen Fahrgäste
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An der 149. Generalversammlung der Appenzeller Bahnen vom 17. Juni in Wil begrüssten Verwaltungsratspräsident Ernst Boos und Direktor Thomas Baumgartner die Aktionäre wieder vor Ort. Sie erfreuten sich über die positive Entwicklung der Fahrgastzahlen: 6% mehr Menschen reisten im Jahr 2021 mit den Appenzeller Bahnen und mit der Frauenfeld-Wil-Bahn im Vergleich zum Vorjahr. 

Trotz den coronabedingten Ertragseinbussen benötigen die AB keine zusätzlichen Abgeltungen der öffentlichen Hand. Die an der Generalversammlung 2021 beschlossene Fusion haben die AB im Berichtsjahr operativ umgesetzt.

Im Berichtsjahr stiegen die Fahrgastzahlen gegenüber dem Vorjahr auf 5.26 Millionen. Dennoch liegt die Nachfrage 19% unter dem Rekordwert von 2019. Die AB haben ihre unternehmerische Verantwortung wahrgenommen. Sie präsentierten ein Jahresergebnis, das keine zusätzlichen Abgeltungen der öffentlichen Hand erforderte.

Damit haben die AB bereits zum zweiten Mal die finanziellen Folgen der Pandemie selbstständig aufgefangen. Die AB haben damit bewiesen, dass es sich lohnt, in sie zu investieren.

Neue Haltestelle und zukünftige Angebotsstrategie
Mit der Inbetriebnahme der neuen Haltestelle St.Gallen Güterbahnhof schlossen die AB im Dezember 2021 ein grosses Projekt ab. Die Tangozüge werden damit zum innerstädtischen Verkehrsmittel. Die AB bedienen neun Stadthaltestellen zu den Hauptverkehrszeiten im Vier-telstundentakt.

Die vom Bundesamt für Verkehr (BAV) in Auftrag gegebene Korridorstudie für die Strecke Trogen–St.Gallen–Appenzell gibt den Rahmen der weiteren Angebotsschritte und der dazu notwendigen Infrastrukturmassnahmen vor. Damit haben die AB intakte Perspekti-ven in ihrer Entwicklung. Offen ist einzig, wie Teufen dereinst erschlossen werden soll. Was auch immer die Lösung sein wird, die AB tragen zu ihr bei.

Linie Frauenfeld-Wil
Linie Frauenfeld-Wil

Fusion operativ umgesetzt

Die Generalversammlungen der AB und der Frauenfeld-Wil-Bahn (FWB) haben im Juni 2021 die Fusion der beiden Unternehmen beschlossen. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung setzen sie rückwirkend per 1. Januar 2021 um. Die Mitarbeiter und die Pensionierten der FWB wechselten die Pensionskasse per 1. Januar 2022. Die notwendige Einkaufssumme führte im Jahr 2021 zu einem ausserordentlichen Aufwand, der sich in der Erfolgsrechnung abbildet.

Die Kompensation erfolgt durch die Auflösung von gebundenen Reserven und die Umwandlung von Darlehen, welche die FWB in die Fusion eingebrachte. Als eine der Folgen der Fusion passten die AB ihre organisatorische Struktur an. Die neu geschaffene Abteilung Unternehmensentwicklung setzt den Fokus künftig auf die massgebenden Entwicklungsthemen der AB und die Kommunikation.

Attraktive Neubauten für Mitarbeiter
Mit der Vergabe der Arbeiten für den Bau des neuen Verwaltungsgebäudes und Busdepots in Herisau haben die AB den Grundstein für die neuen Büroräumlichkeiten gelegt.

Die Vorarbeiten sind auf gutem Weg, um 2022 die Baubewilligung zu erlangen. Auch beim Servicezentrum Appenzell setzen die AB wichtige Schritte um. Sie starten mit den Bauarbeiten im Juli 2022.

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Drei Zahnradbahnen mit Perspektiven

Die AB befassten sich im Berichtsjahr intensiv mit der Zukunft der drei Zahnradbahnen. Unmittelbarer Handlungsbedarf sehen die AB bei der Linie Rheineck-Walzenhausen. Der Verwaltungsrat beschloss nach weitgehenden Abklärungen, dass eine vollautomatisierte Zahnradbahn das erfolgversprechendste Modell für diese Bahn ist.

Das könnte dann auch ein Modell für die andern beiden Linien werden. Die rechtskonforme und auch tragbare Finanzierung des Projektes ist mit den Beteiligten noch sicherzustellen.

Hohe Qualität und Verlässlichkeit im Fokus
Direktor, Thomas Baumgartner, erläutert das erklärte Ziel, ihren Kunden auch in Zukunft ein Angebot in hoher Qualität und Verlässlichkeit anzubieten.

Für die gelebte Gastfreundschaft, auch unter den erschwerten Bedingungen, bedankt er sich bei allen Mitarbeitern. Er ist überzeugt, dass die AB gute Perspektiven haben. Neue Produkte wie die Bahnkreuzfahrt, «Grün ins Grüne» oder der Märlitag bestätigen dies.

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