Ab Ende 2020 gibt’s Whisky aus Amlikon-Bissegg
25.10.2019

Ab Ende 2020 gibt’s Whisky aus Amlikon-Bissegg

Neulich erfolgte auf dem Grundstück «Kreuz» in Amlikon-Bissegg die Grundfasslegung für die neue Destillerie der Thurgauer Edelbrennerei Macardo. Diese errichtet rund um die mehr als 100 Jahre alte, unter Denkmalschutz stehende ehemalige Käserei bis Ende 2020 zwei neue Gebäude für eine grössere Destillerie, ein modernes Fasslager sowie ein Bed & Breakfast mit zehn Zimmern, Event Area, Seminar- und Konferenzbereich, zwei Appartements, Zigarrenlounge und Shop.

Zum Spatenstich mit Grundfasslegung waren zahlreiche Partner und Freunde der Firmeninhaber Martina und Andreas Bössow sowie Gemeindepräsident Thomas Ochs, dessen Vorgänger Othmar Schmid, Vize-Gemeindepräsident Beat Buchmann sowie die Gemeinderäte Urs Zurbuchen, Simon Haag und Paul Sauter vor Ort. Gemeindepräsident Thomas Ochs zeigte sich erfreut über das wegweisende Projekt, von dem sich die Gemeinde einerseits mehr überregionale Bekanntheit verspricht und andrerseits insofern profitiert, dass der Mehrzweck-Eventraum auch für Gemeindeanlässe genutzt werden kann.

Firmeninhaber Andreas Bössow bekannte sich einmal mehr ausdrücklich zum Standort am «Kreuz», welcher nur rund zwei Kilometer vom jetzigen Domizil von Macardo in Strohwilen entfernt liegt. «Macardo ist eng verbunden mit dem Thurgau, denn in allen unseren Edeldestillaten stecken letztlich hochwertige Zutaten aus der Region sowie natürlich das reine Wasser aus unserer eigenen Quelle. Die Lage hier am Kreuz, mit dem weiten Blick hinüber zum Säntis und bis zu den Churfirsten, ist für die Brennerei, aber auch für das Bed & Breakfast-Projekt ganz hervorragend und wir sind glücklich, dass die Bevölkerung und die Gemeinde unsere Vision mittragen und unterstützen», sagte er anlässlich der Grundfasslegung.

Gemeinsam mit Gattin Martina und Master Distiller Bartholomäus Fink platzierte er sodann keinen traditionellen Grundstein, sondern ein «mit geheimen Zutaten gefülltes» Whiskyfass am tiefsten Punkt des Baugrundstücks, unmittelbar neben dem geschichtsträchtigen Gebäude der alten Käserei, welches von Grund auf saniert perfekt ins Erscheinungsbild der neuen Anlage integriert wird.

Verantwortlich für die Gestaltung des Umbaus und der Neubauten ist der renommierte Architekt Florian Oettl von AD&D. Er ist im Raum Konstanz aufgewachsen und heute in Dubai domiziliert, wo auch Andreas Bössow samt Familie bis vor kurzem lebte und wo sich beide auch kennengelernt hatten. «Wir verschmelzen moderne Architektur mit der traditionellen Schönheit der denkmalgeschützten Käserei, greifen mittels der fünf Dachfirste die Linie der Churfirsten auf und interpretieren mit der vielfarbigen, aus natürlichen Rohstoffen konstruierten Fassade die Buntheit und Ruhe der Thurgauer Landschaft mit ihren Feldern, Streuobstwiesen und Bäumen», erläuterte er. «Zudem haben wir ein wegweisendes Energie- und Umweltkonzept», ergänzt Andreas Bössow. Ein Grossteil der Energie wird laut seinen Worten mittels eigener Solaranlage erzeugt, die Abwärme der Brennerei wird zum Heizen der öffentlichen Räume und des B&B-Betriebs genutzt und die biologischen Abfälle werden einer nahegelegenen Biogasanlage zugeführt.

Nach dem jetzt erfolgten Spatenstich rechnen die Bauherren bei gutem Wetter mit einer Projektzeit von rund 15 Monaten. Ende 2020 sollen dann der Umzug und die Eröffnung der neuen Macardo-Destillerie gefeiert werden. Mehr Informationen zum Betrieb finden Interessierte auf www.macardo.ch.