100 Tage: Götz setzt auf Vertrieb, KI und Design
Text: pd/stz.
Seit seinem Amtsantritt am 20. Juli 2026 hat Livio Götz zahlreiche Gespräche mit Mitarbeitern, touristischen Leistungsträgern, politischen Vertretern und Partnerorganisationen geführt. Sein Fazit: Die Destination verfügt über starke Angebote. Potenzial sieht er insbesondere darin, diese besser zu vernetzen, zu bündeln und zu vermarkten.
Der Businessplan 2027 setzt dafür konkrete Schwerpunkte. Angesichts begrenzter finanzieller Ressourcen will sich St.Gallen-Bodensee-Tourismus auf Aufgaben mit möglichst grosser Wirkung konzentrieren. «Entscheidend ist nicht, möglichst viel zu machen, sondern mit unseren Mitteln möglichst viel für die Region zu bewirken», sagt Götz.
Neben der Vermarktung sollen die Entwicklung und der Vertrieb buchbarer Angebote sowie digitale Dienstleistungen an Gewicht gewinnen. Dazu gehören der geplante Aufbau einer gemeinsamen B2B-Vertriebsstruktur für die Ostschweiz und der Einsatz künstlicher Intelligenz, um interne Abläufe und Gästeservices zu verbessern.
Tourist Information soll zum Treffpunkt werden
Auch an der Bankgasse in St.Gallen sind Veränderungen vorgesehen: Die heutige Tourist Information soll schrittweise zu einem offenen Begegnungsort für Gäste und Einheimische werden. Regionale Produkte, Design und touristische Angebote sollen dort stärker zusammenfinden. Erste Gespräche mit möglichen Partnern laufen bereits.
Zugleich will Götz die Zusammenarbeit mit Tourismus, Kultur und Wirtschaft vertiefen und St.Gallen sowie die Ostschweiz stärker als Kultur- und Designregion positionieren.
Eine Bühne dafür bieten 2027 zwei Branchenveranstaltungen in St.Gallen: der nationale Tourismuskongress Connect Switzerland und der Switzerland Tourism Market Spring. Sie sollen die Destination einem nationalen und internationalen Fachpublikum näherbringen und zusätzliche Impulse für die regionale Tourismuswirtschaft auslösen.