Weberei Appenzell investiert in neue Webmaschinen
08.04.2019

Weberei Appenzell investiert in neue Webmaschinen

Beinahe jahrzehntelang war man es von der Textilindustrie in der Ostschweiz gewohnt, dass Web- oder Stickereimaschinen abgebaut und in Billiglohnländer verschoben wurden. Umso erfreulicher ist die Nachricht, dass die Weberei Appenzell AG nagelneue Hochleistungswebmaschinen in Appenzell aufstellt.

Auch an der traditionsreichen Alba-Gruppe, zu der die Weberei Appenzell gehört, war die Textilkrise nicht spurlos vorbei gegangen: Ein Grossteil der Produktion musste unter dem allgemeinen Preisdruck in die Tochtergesellschaft in Ägypten ausgelagert werden. Nach diesen harten Jahren der Anpassung ging es in jüngerer Zeit wieder bergauf. Basis des neuen Optimismus, der zu dieser Investition führte, war die konsequente Fokussierung auf innovative Nischen, wie z. B. feinste Hemdenstoffe aus Merinowolle, eine Weltneuheit mit herausragenden natürlichen Trage- und Komforteigenschaften. Auch die teuersten Hemdenstoffe für die exklusivsten Massschneider weltweit werden in steigenden Mengen in Appenzell produziert.

Die vier neuen Picanol-Webmaschinen wurden in Belgien hergestellt (Schweizer gibt es keine mehr). Sie sind leistungsmässig rund 40 Prozent besser als ihre Vorgänger. Zudem verbrauchen sie rund 30 Prozent weniger Strom, sind präziser und schneller in der Umrüstung. „Das sind Vorteile, die an einem teuren Produktionsstandort, wie es die Schweiz nun mal ist, entscheidend sind“, betont Benjamin Fuchs, CEO der Alba-Gruppe.

Die Weberei Appenzell AG (weba) designt und produziert seit 1944 feinste Gewebe aus auserlesenen Rohstoffen für Hemden und Blusen. Sie hat sich konsequent dem Thema „Performance Fabrics“ verschrieben und ist weltweit führend in hochwertigen Geweben mit Zusatzfunktionen wie „wrinkle-free“ und „natural stretch“. Produziert wird in eigenen Werken in Appenzell und Ägypten.

Auf dem Bild von links, vor den neuen Maschinen: Daniel Fässler, Regierender Landammann, Alba-CEO Benjamin J. Fuchs, Alba-VR-Präsident Guido Sutter und Roland Inauen, Stillstehender Landammann