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VAT kauft japanischen Sensorspezialisten

VAT kauft japanischen Sensorspezialisten
Die Technologie ist vor allem für die Herstellung hochentwickelter KI-Chips von Bedeutung
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Die VAT Group aus Haag baut ihr Geschäft mit Lösungen für die Halbleiterindustrie deutlich aus. Der Rheintaler Vakuumventilhersteller übernimmt für rund 110 Millionen Franken das japanische Technologieunternehmen Atonarp. Dessen Sensoren ermöglichen es, hochkomplexe Produktionsprozesse bei der Chipherstellung in Echtzeit zu überwachen und zu steuern.

Text: pd/stz.

VAT hat eine Vereinbarung zur Übernahme sämtlicher Aktien der Atonarp Inc. unterzeichnet. Das japanische Unternehmen gilt als Pionier auf dem Gebiet der molekularen Echtzeitanalyse für anspruchsvolle Halbleiter- und Industrieprozesse. Der Kaufpreis von rund 110 Millionen Franken wird in bar bezahlt und über einen neuen bilateralen Kredit finanziert.

Mit der Übernahme ergänzt VAT ihr Kerngeschäft mit Vakuumventilen und angrenzenden Produkten um eine Familie miniaturisierter Sensoren. Diese basieren auf Massenspektrometrie und erfassen direkt in den Prozesskammern die Zusammensetzung von Ausgangsstoffen, Nebenprodukten und Plasmabestandteilen. Damit liefern sie präzise Daten für die Steuerung der Produktionsprozesse und ermöglichen den Einsatz KI-gestützter, autonomer Systeme.

Die Technologie gewinnt an Bedeutung, weil die Halbleiterindustrie zunehmend Chips mit Strukturgrössen von weniger als zwei Nanometern produziert. Schon kleinste Abweichungen im Herstellungsprozess können dabei die Qualität und Ausbeute erheblich beeinträchtigen. Eine lückenlose Überwachung in Echtzeit soll Fehler frühzeitig erkennen, Kosten senken und die Produktivität erhöhen.

Urs Gantner
Urs Gantner

«Atonarp ermöglicht es VAT, Sensorik in unser Portfolio zu integrieren und damit eine schnellere, präzisere und kosteneffizientere Halbleiterproduktion zu unterstützen», sagt VAT-CEO Urs Gantner. Die Technologie sei insbesondere für die Herstellung hochentwickelter KI-Chips von Bedeutung. Atonarp passe deshalb ideal zur langfristigen Technologiestrategie des Unternehmens.

Auch Verwaltungsratspräsident Martin Komischke sieht in der Akquisition einen wichtigen Schritt der 2025 vorgestellten Wachstumsstrategie. VAT könne damit zusätzliche Herausforderungen der Chipindustrie adressieren und den Anteil an der Wertschöpfung auf den Produktionsanlagen seiner Kunden erhöhen.

Der Abschluss der Transaktion ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. Voraussetzung dafür sind die üblichen behördlichen Genehmigungen. VAT und Atonarp werden vorerst als eigenständige Unternehmen weitergeführt.

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