Unterirdische Fischzucht geht in die zweite Phase
27.05.2019

Unterirdische Fischzucht geht in die zweite Phase

Das „Underground Green Farming“-Projekt von SCAUT geht in die zweite Phase. Der weltweit einmalige Aquaponik-Prototyp verbindet die nachhaltige Kultivierung von Fisch und Salat in einem Versuchsstollen in Flums. Mit der zweiten Lieferung von Thurgauer Regenbogenforellen und zusätzlichem Personal will das Projekt den nächsten Schritt in Richtung Überwindung der Nahrungsmittelknappheit machen.

Seit März 2019 betreibt der Förderverein SCAUT (Swiss Center of Applied Underground Technologies) aus Sargans zusammen mit internationalen Industrie-Partnern den weltweit ersten „Underground Green Farming“-Prototyp zur nachhaltigen Produktion von Nahrungsmitteln im Untergrund mittels Aquaponik. Nun geht das Projekt mit einer weiteren Lieferung Regenbogenforellen in die zweite Phase. Aus diesem Grund wird der Personalbestand aufgestockt und mit weiteren Fachleuten ergänzt. Weiter soll eine Optimierung des Beleuchtungskonzepts für die Salat-Kultur im von Natur aus dunklen Stollen für einen noch besseren Ertrag sorgen.

Das Aquaponik-System arbeitet im Kreislauf: Das über Fischexkremente mit Nährstoffen angereicherte Wasser aus den Fischbecken dient als Nahrungsquelle für die Pflanzen und wird anschliessend wieder in den Wasserkreislauf zurückgeführt. Der Prototyp im Versuchsstollen Hagerbach in Flums besteht aus drei Bereichen – Fischbecken, Salatkultur in Hochbeeten und Biofilteranlage.

Die Nutzung des unterirdischen Raums in urbanen Gebieten soll künftig den Transportaufwand für Lebensmittel und das damit verbundene Verkehrsaufkommen sowie die Abgasemissionen reduzieren. Weiter verringern auch die konstant gleichbleibenden klimatischen Bedingungen im Untergrund den CO2-Fussabruck von Städten, da weniger geheizt respektive gekühlt werden muss.

www.scaut-association.com