26.09.2018

St.Galler Exporte um 40 % gestiegen

Das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China gilt seit Mitte 2014. Der Kanton St.Gallen profitiert dank seiner starken Maschinenindustrie besonders: Seit der Inkraftsetzung des Abkommens seien die St.Galler Exporte nach China um 40 Prozent gestiegen, sagte der St.Galler Regierungsrat Benedikt Würth heute. Umgekehrt nahmen die Importe aus China schweizweit um sieben Prozent zu.

Schweizweit profitieren vor allem die Maschinenindustrie, die Medizintech-Branche und die Uhrenindustrie vom Abkommen. Dies zeige eine Auswertung der Universität St.Gallen (HSG), der chinesischen University of International Business and Economics und der Universität Nanjing, schreibt SRF.

Durch den Abbau von Zöllen auf Ein- und Ausfuhren können die Industriesektoren beider Länder jährlich rund 100 Millionen Franken einsparen. Nicht alle Unternehmen nutzen jedoch das Freihandelsabkommen vollumfänglich, so SRF. Ein Grund dafür seien Schwierigkeiten beim Einhalten der Ursprungsregeln.

Geng Wenbing (Bild), Botschafter der Volksrepublik China in der Schweiz, unterstrich an der Medienkonferenz am Mittwoch in St.Gallen im Rahmen der Tagung über die Evaluierung des Freihandesabkommens zwischen der Schweiz und China die Bedeutung des Abkommens. Dieses könne angesichts des stärker werdenden Protektionismus auch international einen Einfluss haben. Zum Abkommen mit der Schweiz sagte Geng, er freue sich auf die weitere Entwicklung.

Auch der St.Galler Regierungsrat Benedikt Würth, Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen, betonte die Chancen des Abkommens, so SRF. Der Kanton St.Gallen profitiere dank seiner starken Maschinenindustrie besonders. Seit der Inkraftsetzung des Abkommens seien die St.Galler Exporte nach China um 40 Prozent gestiegen.