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Smartwatch, Tablet, Laptop: Welche Geräte unterwegs eine eigene Leitung brauchen

Smartwatch, Tablet, Laptop: Welche Geräte unterwegs eine eigene Leitung brauchen
Bild: fancycrave1/Pixabay
Lesezeit: 3 Minuten

Auf dem Handgelenk eine Uhr, die Nachrichten anzeigt. Im Rucksack ein Tablet mit dem Reiseführer und ein Laptop für den Notfall. Viele Reisende haben inzwischen drei oder vier Geräte dabei, die alle irgendwann ins Netz wollen. Die Frage, welches davon eine eigene Mobilfunkverbindung braucht und welches nicht, stellen sich die wenigsten vor dem Abflug.

Text: pd/stz.

Die Uhr am Handgelenk

Smartwatches gibt es in zwei Varianten. Die einfachere koppelt sich per Bluetooth mit dem Telefon und bekommt alles, was sie anzeigt, über diese Verbindung. Ist das Telefon in Reichweite, funktioniert die Uhr. Bleibt es im Hotel, zeigt sie nur noch Uhrzeit und Schritte.

Die zweite Variante hat ein eigenes Mobilfunkmodul. Dafür nutzt sie fast immer eine eSIM, weil im Gehäuse kein Platz für eine Kartenschublade ist. Der Haken für Reisende: Diese Uhren-Tarife sind in Deutschland und der Schweiz meist als Zusatzoption zum Handyvertrag gebucht, die sogenannte Multi-SIM. Ob die Option im Ausland funktioniert, entscheidet der Anbieter, und häufig ist das Roaming für die Uhr eingeschränkt oder gar nicht möglich.

Für die meisten Reisen reicht deshalb die Kopplung ans Telefon. Wer joggt oder schwimmt und das Telefon im Zimmer lässt, sollte vorher prüfen, ob die eigene Uhr im Zielland überhaupt eine Verbindung bekommt.

Tablet und Laptop

Tablets mit Mobilfunkmodul unterstützen bei vielen Modellen ebenfalls eSIM. Das eröffnet eine praktische Möglichkeit: ein Datenprofil direkt auf dem Tablet, ohne das Telefon als Hotspot nutzen zu müssen. Für längere Zugfahrten oder Arbeitstage im Café kann das bequemer sein, weil der Akku des Telefons geschont wird.

Bei Laptops sieht es anders aus. Modelle mit eingebautem Mobilfunk gibt es, sie sind aber eher im Geschäftsbereich verbreitet. Für alle anderen bleibt der Hotspot über das Telefon oder das WLAN der Unterkunft.

Damit das klappt, muss der Datentarif auf dem Telefon die Weitergabe über einen Hotspot zulassen. Manche Reisetarife schränken das ein oder begrenzen das Volumen, das über den Hotspot laufen darf. Ein Blick in die Tarifbedingungen vor der Buchung erspart hier Ärger.

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Ein Profil, mehrere Geräte?

Ein eSIM-Profil ist an ein einzelnes Gerät gebunden. Es lässt sich nicht parallel auf Telefon und Tablet nutzen. Wer zwei Geräte eigenständig verbinden will, braucht zwei Profile und meist auch zwei Tarife.

Warum das so ist, hängt mit der Art zusammen, wie ein Profil technisch im Gerät hinterlegt wird. Wenn du das genauer verstehen willst, lies diesen Artikel von Holafly zur Funktionsweise, bevor du für jedes Gerät einzeln einen Tarif buchst.

Für die meisten ist die einfachere Rechnung die bessere. Ein Datentarif auf dem Telefon, grosszügig genug bemessen, und der Rest hängt sich bei Bedarf per Hotspot dran.

Akku als heimlicher Engpass

Was bei mehreren Geräten oft unterschätzt wird, ist die Stromversorgung. Ein Telefon, das als Hotspot arbeitet, verbraucht deutlich mehr Energie als im normalen Betrieb. Wer den ganzen Tag unterwegs ist, kommt ohne Powerbank schnell an Grenzen.

Für Flugreisen gelten bei Powerbanks eigene Regeln. Sie gehören ins Handgepäck, nicht in den aufgegebenen Koffer, und viele Airlines begrenzen die zulässige Kapazität. Einige Gesellschaften haben die Nutzung an Bord inzwischen ganz untersagt. Die genauen Vorgaben stehen auf der Website der jeweiligen Airline.

Was zu Hause bleiben kann

Nicht jedes Gerät muss mit. Wer ein Tablet nur zum Lesen nutzt, kann Bücher und Karten vorher laden und es offline verwenden. Ein Laptop, der nur für den Fall der Fälle eingepackt wird, ist oft genau das Gepäckstück, das nach der Rückkehr unbenutzt aus dem Koffer kommt.

Die eigentliche Planung beginnt also mit der Frage, was unterwegs wirklich gebraucht wird. Erst danach lohnt es sich, über Tarife nachzudenken.

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