St.Gallen

Raiffeisenbank St.Gallen wächst mit weniger Gewinn

Raiffeisenbank St.Gallen wächst mit weniger Gewinn
Verwaltungsratspräsident Christoph Hammer mit Johannes Holdener, Vorsitzender der Bankleitung
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Die Raiffeisenbank St.Gallen hat im Geschäftsjahr 2025 mit 2,86 Millionen Franken einen Jahresgewinn von rund neun Prozent unter Vorjahr erzielt. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte mit 10,20 Millionen gegenüber 2024 hingegen deutlich gesteigert werden. Getragen wird das gute Jahresergebnis mit einer Bilanzsumme von erstmals über drei Milliarden vorwiegend von einem starken Wachstum im Vorsorge- und Anlagebereich sowie im Hypothekargeschäft.

Text: pd/stz.

Johannes Holdener, Vorsitzender der Bankleitung der Raiffeisenbank St.Gallen, freut sich über das Ergebnis: «Unsere Bank verzeichnete im vergangenen Jahr in allen Geschäftsbereichen ein erfreuliches Wachstum.» Die gesamten Kundenausleihungen stiegen um 42,8 Millionen Franken (+1,77 Prozent) auf insgesamt 2,5 Milliarden. Auf der Passivseite erhöhten sich die Kundeneinlagen um 136,0 Millionen (+6,4 Prozent) auf 2,3 Milliarden.

Neu weist die Raiffeisenbank St.Gallen eine Bilanzsumme von 3,1 Milliarden Franken aus (Vorjahr: 2,92 Milliarden). Im Vorsorge- und Anlagegeschäft erhöhte sich das Depotvolumen um 132,2 Millionen (+12,8 Prozent) und betrug per 31. Dezember 2025 1,2 Milliarden.

Rückläufiger Zinserfolg, starkes Kommissionsgeschäft

Die Leitzinsentwicklung prägte das Zinsengeschäft. «Aufgrund der Leitzinssenkungen der Schweizerischen Nationalbank ging der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft, unser Hauptertragspfeiler, um 12,2 Prozent auf 24,40 Millionen Franken zurück», berichtet Johannes Holdener. «Hingegen entwickelte sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sehr positiv: Der Erfolg stieg um 11,2 Prozent auf 10,20 Millionen.» Einen wesentlichen Beitrag leistete dabei das Wertschriften- und Anlagegeschäft.

Der Handelserfolg sank um 0,05 Millionen Franken (–2,2 Prozent) auf 2,43 Millionen. Insgesamt resultierte ein Geschäftsertrag von 37,71 Millionen (Vorjahr: 40,77 Millionen, –7,5 Prozent).

Höhere Kosten – gutes Jahresergebnis

Der Geschäftsaufwand der Bank erhöhte sich im vergangenen Jahr auf 20,81 Millionen Franken (+2,4 Prozent). Die Personalkosten stiegen um 0,14 Millionen (+1,3 Prozent). Die Raiffeisenbank St.Gallen beschäftigte per Ende 2025 93 Mitarbeiter, davon acht Lehrlinge.

Auch der Sachaufwand nahm um 0,35 Millionen Franken (+3,8 Prozent) auf 9,45 Millionen zu. Die Cost-Income-Ratio betrug 56,1 Prozent (Vorjahr: 50,2 Prozent). Aufgrund des tieferen Zinsergebnisses und der höheren Kosten liegt der Geschäftserfolg bei 16,30 Millionen (–18,0 Prozent).

Insgesamt erwirtschaftete die Raiffeisenbank St.Gallen einen Jahresgewinn in Höhe von 2,86 Millionen Franken (Vorjahr: 3,16 Millionen, –9,3 Prozent). «Der Jahresgewinn fällt zwar tiefer als im Vorjahr aus, bleibt aber auf einem guten Niveau», hält Holdener fest. Die Risikosituation der Raiffeisenbank St.Gallen ist weiterhin solide. Die Wertberichtigungen für gefährdete Forderungen liegen mit einem Anteil von 0,02 Prozent der Kundenausleihungen auf einem anhaltend tiefen Niveau.

Trotz des herausfordernden Marktumfelds mit anhaltend tiefen Zinsen und geopolitischen Unsicherheiten blickt die Raiffeisenbank St.Gallen optimistisch in die Zukunft. Für das Jahr 2026 wird ein solides Geschäftsergebnis erwartet, mit Potenzial für eine leichte Zunahme im Zinsengeschäft und weiteren Erfolgen im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Die Bank legt ihren Fokus weiterhin auf qualitatives Wachstum im Kerngeschäft.

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