Olma-Messen lancieren neue Eventagentur
17.11.2019

Olma-Messen lancieren neue Eventagentur

Caroline Derungs und Daniel Oswald leiten ab Frühjahr 2020 gemeinsam eine neu gegründete, noch namenlose Live-Communications-Agentur unter dem Dach der Olma-Messen St. Gallen. Diese signalisiert damit ihren Glauben an die Zukunft von Messen und Events.

Die genossenschaftlich organisierte Olma-Messen St.Gallen ist einer der wichtigsten Messeveranstalter der Schweiz und Eigentümerin des Olma-Areals. Auf diesem finden zahlreiche wichtige Messen statt, natürlich die wohlbekannte Olma, aber auch die Reisemesse Grenzenlos. Insgesamt sind es aktuell jährlich 8 eigene und 3 fremde Messen. Nebst dem Geschäftsbereich der Messen gibt es auch den Geschäftsbereich «Congress Events». Dieser hat als Kernauftrag, das Messegelände der Olma ausserhalb der grossen Messen mit Inhalten (Events, Veranstaltungen etc.) zu «befüllen».

Nun geht die Olma-Messen einen Schritt weiter und baut innerhalb des Bereichs Congress Events einen weiteren, eigenständigen Bereich - eine «Live Communication Agentur», welche aber noch einen Brandnamen sucht - auf. Geführt wird dieser Bereich paritätisch von zwei bisherigen Olma-Angestellten: Daniel Oswald (seit 16 Jahren bei Olma-Messen) und Caroline Derungs, in der Reisebranche wohlbekannt als Leiterin (seit Anfang 2017) der Reisemesse Grenzenlos, berichtet das Branchenportal travelnews.ch.

Auf Anfrage von Travelnews erklärt sie, was es mit der neuen Agentur auf sich hat: «Wir werden Events von der Pike auf konzipieren; diese können innerhalb des Olma-Geländes, aber auch an fremden Locations durchgeführt werden.» Kernaufgabe der Agentur sei die Kreation, Konzeption und Umsetzung von Live Communications Projekten wie Corporate Events, Messeauftritte, Public Events sowie Side-Events zu Messen und Kongressen. In ihrer Geschäftstätigkeit orientiere sich die Agentur an den Bedürfnissen ihrer Ostschweizer Kunden und evaluiert dementsprechend auch den Austragungsort. Natürlich biete sich die Olma als grösste Event-Location der Ostschweiz an; man wolle aber nun die vorhandene Event-Kompetenz auch Partnern anbieten, welche eine solche auch für Events ausserhalb der Olma nutzen möchten. Es gehe darum, die Wertschöpfungskette der Olma-Messen zu verlängern und nicht mehr nur Messen zu übernehmen, sondern eben auch zu kreieren. Die Olma selber ist ja ein wichtiges Stück St.Galler Identifikation - «auch wir sind in der Ostschweiz verankert», hält Derungs fest, doch das wichtigste Signal dieser Gründung sei, dass die Olma-Messen ihre Aktivitäten ausbaue: «Wir glauben felsenfest an die Zukunft von Messen und Events!» Darüber hinaus kann man auch ein gewisses Eventmanagement-Vakuum im Raum Ostschweiz nutzen, so travelnews.ch.

Derungs habe die Reisemesse Grenzenlos nicht verlassen wollen, hier aber eine sich intern bietende Chance für ein neues Projekt genutzt. «Ich bin immer noch zu 100 Prozent für die Grenzenlos 2020 da», präzisiert Derungs. Sie werde in ihrem neuen Amt erst ab Februar oder März 2020 richtig starten; bis dahin muss ja auch noch ihre eigene Nachfolge (sowie jene von Oswald) geregelt sein. Die Suche ist eingeleitet, der Job ist ausgeschrieben. Ihr Nachfolger müsse eine Affinität zur Reisebranche haben, ein vorhandenes Netzwerk mitbringen, Trends erkennen können und natürlich eigene coole Ideen entwickeln. Der Job sei hart, aber die Grenzenlos habe eine gute Zukunft und im Tourismus sei das Herzblut noch vielerorts vorhanden. «Ich liebe die Reisebranche», sagt Derungs, welche trotz ihrer beruflichen Neuausrichtung natürlich auch künftig noch etwas in Kontakt mit der Reisewelt bleiben wird - und natürlich auch noch an der kommenden SRV-GV dabei sein wird.

Die erwähnte «Erweiterung der Wertschöpfungskette» bei den Olma-Messen steht natürlich in enger Verbindung zum Projekt «Olma-Neuland». Dabei geht es um das Projekt der «Überdeckung» des Ostportals des Rosenbergtunnels in der St.Galler Stadtautobahn; auf diesem kann eine neue, 9'000 Quadratmeter grosse Halle 1 entstehen, welche die veraltete Halle 1 auf dem aktuellen Olma-Messegelände ersetzen wird. Das Projekt, dasim Herbst 2024 fertiggestellt sein soll, garantiert die Konkurrenzfähigkeit des Messestandorts Ostschweiz; zudem werden Events möglich, für welche die Olma-Messen bisher nicht über die entsprechenden Räumlichkeiten verfügten - da ist die Rede von Grosskonzerten, Sportveranstaltungen und weiteren Grossevents, weiss travelnews.ch.

Die Olma-Messen finanzieren das Projekt weitestgehend aus eigener Kasse, mit etwas Zustupf von Stadt und Kanton St. Gallen. Und investiert nun also auch in den Aufbau einer eigenen Live-Communication Agentur mit kompetenter Leitung. Ein deutliches Signal für die Messe- und Event-Landschaft Schweiz - und auch aus touristischer Sicht interessant. Denn was eigne sich schon besser für Messen und Events als die Tourismusbranche, fragt travelnews.ch rhetorisch.

Infos zum Projekt Olma Neuland gibt es unter diesem Link.