Myfactory-Gruppe wächst über 20 Prozent
07.06.2019

Myfactory-Gruppe wächst über 20 Prozent

Mit über 350 neuen Kunden und einem Umsatz von gegen zehn Millionen Franken 2018 überzeugt der St.Galler Cloud-Pionier in der D/A/CH-Region.

Die Myfactory-Gruppe aus St.Gallen weist für das Geschäftsjahr 2018 einen neuen Umsatzrekord von 9,5 Millionen Franken aus. Im Vergleich zum Vorjahr (7,7 Millionen) entspricht das einem Wachstum von über 23 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt bei 2,4 Millionen. Auch hier konnte die Myfactory-Gruppe verglichen mit 2017 ein zweistelliges Plus von 22 Prozent verzeichnen. Treiber dieser positiven Entwicklung ist vor allem der Ausbau des Neukundengeschäftes in Deutschland, Österreich und in der Schweiz – hier konnte das Unternehmen über 350 neue Unternehmen überzeugen.

David Lauchenauer (Bild), Geschäftsführer und Gesellschafter der Myfactory Gruppe: „Myfactory blickt in der Schweiz auf ein sehr erfolgreiches Jahr mit vielen Highlights zurück. Sei es die wachsende Kundenzahl oder der Ausbau des Schweizer Standortes – gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir für unsere Kunden viel erreicht. Ein Grund dafür ist unser hoher Anspruch, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Anwender mit innovativen Modulen und Prozessen zu überzeugen. Dass dieser Ansatz der richtige ist, zeigt sich auch 2019. Hier sind wir im ersten Quartal gut gestartet und liegen über den Prognosen. Daher sind wir sehr zuversichtlich, auch im laufenden Jahr ein starkes Wachstum zu erzielen. Unsere Märkte geben das her: Immer noch sind viele Alt-Systeme im Einsatz, die den Digitalisierungsanforderungen nicht standhalten und nicht cloud-fähig sind.”

Herausforderungen: Produktinnovationen und Brexit
2019 stellt Myfactory die Weiterentwicklung der Cloud-Lösung in den Fokus. Das geschieht zum einen durch ein bereits initiiertes Projekt, das die Usablility der Cloud-Lösung weiter optimiert. Damit unterstützt das Unternehmen seine Kunden darin, noch effektiver mit erklärungsbedürftiger Software umzugehen. Ein schon umgesetztes Beispiel ist der Myfactory Chatbot. Die intelligente Funktion verarbeitet als Suchbegriffe eingegebene Sätze und Anfragen und liefert die passenden Ergebnisse. Der Chatbot ist auch in der mobilen Version für Smartphones integriert.

Zum anderen will Myfactory den Funktionsumfang des Programmes vergrössern. Dabei stellt sich das Unternehmen der Frage, welche neuen Module oder Prozesse selbst entwickelt und welche über Schnittstellen mit Drittlösungen angebunden werden. Beispiele für solche Überlegungen sind Anbindungen zu Marktplätzen wie Amazon und Ebay, zu Shopsystemen wie Magento und zu Zahlungsanbietern. Ziel ist es, Kunden so schnell wie möglich neue Funktionen anzubieten, die kleinen und mittelständischen Unternehmen dabei helfen, neue Geschäftspotenziale auszuschöpfen.

Neben den internen Herausforderungen blickt Myfactory auf den Brexit, der sich auch auf das Cloud-Geschäft auswirkt. Einerseits hat die EU-Datenschutzgrundverordnung bei einem ungeregelten Austritt keine Wirkung mehr auf der Insel – wodurch der Aufwand beim Waren- und Datentransfer von und zum Land steigt. Daher müssen vor allem die hiesigen Unternehmen mit Geschäft im United Kingdom ihre Datenverarbeitungsstrategien überdenken.