26.06.2018

Junger Meister für altes Handwerk

Generationenwechsel in der Destillerie der Appenzeller Alpenbitter AG: Nach 37 Jahren ist Brennmeister Walter Gätzi in den Ruhestand verabschiedet worden. Sein Nachfolger ist der 35-jährige Maurus Broger. Zwei Jahre lang wurde er in die Geheimnisse dieser verantwortungsvollen und traditionsreichen Aufgabe eingeweiht.

Die persönliche Einführung durch seinen Vorgänger Walter Gätzi (Bild) war für Maurus Broger der einzige Weg, Brennmeister der Appenzeller Alpenbitter AG zu werden. Zum einen gibt es in der Schweiz keine offizielle Ausbildung zum Destillateur/Brennmeister, zum anderen ist die Aufgabe mit vielen, teils sehr alten Betriebsgeheimnissen verbunden.

Mit Gespür und Herzblut
Als Brennmeister und stellvertretender Produktionsleiter verarbeitet Maurus Broger die 100 % natürlichen Rohstoffe zu den verschiedenen Produkten der Appenzeller Traditionsdestillerie. «Walter Gätzi hat mich sehr sorgfältig und mit viel Gespür und Herzblut in die Herstellung der gebrannten Wasser eingeführt», sagt der neue Brennmeister und dankt seinem Mentor dafür. Dessen Leidenschaft für die Produkte und das Streben nach Perfektion hätten sich vom ersten Tag an auf ihn übertragen, erklärt Maurus Broger.

Neues ausprobieren
Der neue Brennmeister will – ganz nach der Unternehmensphilosophie – an Bewährtem festhalten, aber auch Neues ausprobieren. «Beim Tüfteln mit neuen Aromen und Rohstoffen hilft mir das Fachwissen aus früheren Tätigkeiten», sagt der gelernte Koch und Diätkoch. Dass er mehrere Jahre in verschiedenen Bereichen der Gastronomie gearbeitet habe, komme ihm auch bei der Qualitätssicherung sowie im Umgang mit Hygiene- und Alkoholvorschriften zugute.

Als Brennmeister hat Maurus Broger eine der wichtigsten Aufgaben im Familienbetrieb. Das ist ihm bewusst, doch der Teamplayer betont: «Alle Mitarbeiter steuern ihren Anteil zur erfolgreichen Produktion bei.»

Appenzeller Alpenbitter AG – der Tradition verbunden und offen für Neues
1902 legte Emil Ebneter den Grundstein für die heutige Appenzeller Alpenbitter AG. Er gründete eine Spirituosenhandlung und schuf ein Kräuterprodukt von besonderem Geschmack, das damals von den Ärzten sogar als Heilmittel empfohlen wurde: den Appenzeller Alpenbitter. Er wird zu 100 Prozent aus natürlichen Rohstoffen hergestellt. Das Rezept ist seit Beginn unverändert, die Mischung der 42 Kräuter dieselbe und ein gut verwahrtes Familiengeheimnis. Nach wie vor ist der Appenzeller Alpenbitter die wichtigste Marke des Unternehmens mit Sitz in Appenzell. Zudem produziert der Familienbetrieb heute weitere Qualitätsprodukte unter Einhaltung von FSSC 22000. Verschiedene Markenvertretungen für die Schweiz runden das Sortiment ab. Als Arbeitgeberin im bevölkerungsmässig kleinsten Kanton der Schweiz beschäftigt die Appenzeller Alpenbitter AG rund 35 Angestellte.

www.appenzeller.com