Ostschweiz

Hier kocht die Ostschweiz ganz oben mit

Hier kocht die Ostschweiz ganz oben mit
Blick in die «Bärenstobe» Gonten
Lesezeit: 3 Minuten

50 Restaurants, drei Neueinsteiger und ein grosser Sprung in Gonten: Der GaultMillau 2027 zeichnet die kulinarische Vielfalt der Ostschweiz aus. Während das St.Galler «Soleil d’Or» weiter zulegt und das «Helvetia» neu einsteigt, jubelt das «Appenzeller Huus» gleich doppelt. Auch der «Sommelier des Jahres» arbeitet in der Region.

Text: stz.

Die Ostschweiz bleibt eine ausgezeichnete Adresse für Geniesser. Im neuen GaultMillau sind 30 Restaurants aus dem Kanton St.Gallen, 13 aus dem Thurgau sowie sieben aus den beiden Appenzell vertreten. An der regionalen Spitze stehen vier Häuser mit jeweils 18 Punkten: das «Einstein Gourmet» in St.Gallen, das «Memories» in Bad Ragaz, der «Mammertsberg» in Freidorf und die «Taverne zum Schäfli» in Wigoltingen. Damit halten Sebastian Zier und Richard Schmidtkonz, Sven Wassmer, Silvio Germann und Christian Kuchler ihre Spitzenpositionen.

In St.Gallen gehört das «Soleil d’Or» zu den Gewinnern. Benjamin Geisser steigert sich von 15 auf 16 Punkte und schliesst damit zum ebenfalls mit 16 Punkten bewerteten «Corso» auf. Einen weiteren Schritt nach vorne macht das «Swan21» im Hotel Schwanen in Wil: Die Küche von Udo Schwarzat erhält neu 14 statt 13 Punkte. Mit jeweils 17 Punkten bleiben die «Neue Blumenau» in Lömmenschwil, die «Nidbergstube» im «Schlüssel» in Mels und der St.Galler «Jägerhof» feste Grössen der regionalen Spitzengastronomie.

Für frischen Wind sorgt das St.Galler «Helvetia», das unter Karolina und Marek Polonec mit 14 Punkten in den Guide einzieht. Besonders das Gemüse erhält hier viel Aufmerksamkeit. Die Tester loben etwa fermentierten Kohlrabi mit Pinienkerncreme und Gurken. Neben einem vegetarischen Menü bietet Polonec eine Variante mit Fisch und Fleisch an, setzt diese jedoch bewusst zurückhaltend ein.

Den grössten Punktesprung in den vier Kantonen schafft die «Bärenstobe» im «Appenzeller Huus» in Gonten: Sie verbessert sich von 14 auf 16 Punkte. Küchenchef Michael Gollenz verbindet internationale Erfahrung mit regionalen Produkten. Der Österreicher arbeitete unter anderem bei Christian Kuchler und Stefan Heilemann. Für das Resort von Unternehmer Jan Schoch ist die neue Bewertung ein weiterer Erfolg: Bereits im August kürte GaultMillau das «Appenzeller Huus» zum «Hotel des Jahres 2027». Gewürdigt werden neben der Kulinarik auch das Hotelkonzept, die Weinkultur und das umfassende Wellnessangebot.

Im Appenzellerland bleiben die «Truube» in Gais mit Silvia Manser und das «Gasthaus zum Gupf» in Rehetobel mit Walter Klose mit jeweils 17 Punkten an der Spitze. Das «Flickflauder» im Hof Weissbad hält unter Käthi Fässler seine 16 Punkte.

Auch im Thurgau gibt es Bewegung. Die «Wirtschaft am Schlössli» in Bottighofen mit Monika Huber steigt von 14 auf 15 Punkte. Neu aufgenommen werden das «Winkelried» in Frauenfeld mit Dario Ackermann und 14 Punkten sowie die «Krone am See» in Altnau mit Yannick Niederberger und zwölf Punkten. Eine nationale Auszeichnung geht nach Freidorf: Giuseppe Lo Vasco vom «Mammertsberg» ist «Sommelier des Jahres 2027». Er verantwortet dort den Service und den Weinkeller und ergänzt damit die Spitzenküche von Silvio Germann.

Nicht mehr bewertet werden das «Olives d’Or» und das «Igniv» im Grand Resort Bad Ragaz sowie das «Wave» im Hotel Bad Horn und das geschlossene «Siemis» in Weinfelden. Beim «Igniv» steht die Rückkehr bereits fest: Das Restaurant kündigt seine Wiedereröffnung für den 18. Dezember 2026 an. Im Bad Horn wird das bisherige «Wave» unter dem Namen «Emil’s» neu ausgerichtet. Einen Punkt verliert das «Fischerstübli» in Schwendi, das neu mit zwölf Punkten geführt wird.

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