St.Gallen

Hansesun fordert Anzahlungsverbot nach Solar-Insolvenzwelle

Hansesun fordert Anzahlungsverbot nach Solar-Insolvenzwelle
Robert Veronik
Lesezeit: 2 Minuten

Die Insolvenzen von Gama und Mons Solar kommen für Robert Veronik von Hansesun nicht überraschend. Bereits 2024 warnte der Photovoltaik-Spezialist aus Widnau vor einer Pleitewelle in der Branche. Damals machte er auf die aus seiner Sicht unseriöse Praxis von Anzahlungen aufmerksam und forderte ein gesetzliches Verbot. Angesichts der aktuellen Entwicklungen erneuert Veronik seine Kritik an der Vorkasse und sieht auch den Branchenverband Swissolar in der Pflicht.

Text: PD/stz.

«Manche Firmen haben sich mit Anzahlungen, Lockangeboten und aggressiver Werbung während des Solarbooms künstlich aufgebläht. Fehlt jedoch eine solide wirtschaftliche Grundlage, endet dies in Millionenschäden für Kunden und Mitarbeiter», sagt Robert Veronik. Seit Jahren warnt der Geschäftsführer von Hansesun Photovoltaik mit Sitz in Kriessern vor diesem Szenario. Die Konkurse von Gama und Mons Solar unterstreichen aus seiner Sicht die Problematik.

«Unseriöse Anbieter schädigen Menschen, Markt und Branche gleichermassen. Bereits heute stehen in der Ostschweiz tausende Haushalte ohne Service und Garantieleistungen da, viele haben erhebliche Summen verloren. So kann und darf es nicht weitergehen. Auch Swissolar muss sich dafür einsetzen, dass unseriöse Geschäftspraktiken verboten werden», fordert Veronik. Der schlechte Ruf einzelner Anbieter wirke sich zudem negativ auf verlässliche Partner und lokale Handwerksbetriebe aus.

Seriöse Anbieter wählen

Seriöse Anbieter verlangen keine Anzahlungen und stellen ihre Leistungen erst nach Inbetriebnahme der Anlagen in Rechnung. Hansesun ist seit 2014 im Bodenseeraum aktiv und hat rund 12’000 Photovoltaikanlagen realisiert. Im Vorjahr erweiterte das Unternehmen sein Angebot auf die gesamte deutschsprachige Schweiz und eröffnete einen Standort in Olten. «Photovoltaikanlagen sind Lagerware und keine Spezialanfertigungen. Dafür braucht es keine Anzahlung. Wer vorfinanziert, zeigt, dass das Unternehmen wirtschaftlich gesund ist und auch langfristig bestehen wird», betont Veronik.

Wer eine Solaranlage plant, sollte im Fall einer geforderten Anzahlung zwingend auf einer Bankgarantie bestehen. «Andernfalls ist im schlimmsten Fall das Ersparte verloren. Besser ist jedoch immer ein Angebot ohne Vorkasse. Gute Anbieter gibt es in der Schweiz genügend», so Veronik.

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Hansesun bietet Kunden insolventer Solarunternehmen an, bestehende Anlagen zu überprüfen. Das Unternehmen übernimmt in der Folge als Servicepartner die Wartung und führt die Geräteserviceleistungen weiter. «So können wir für viele Familien in der Schweiz die Unabhängigkeit von fossilen Ressourcen langfristig sichern», erklärt Veronik.

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