St.Gallen

Drei Ostschweizer Unternehmen für «Green Business Award» nominiert

Drei Ostschweizer Unternehmen für «Green Business Award» nominiert
Meteomatics ist in der Kategorie Scale-up nominiert
Lesezeit: 4 Minuten

Der Green Business Award geht in die achte Runde: 30 Schweizer Unternehmen sind für die Auszeichnung nominiert, die ökologischen Impact mit wirtschaftlichem Erfolg verbindet. Aus der Ostschweiz sind drei Unternehmen vertreten: Hilding Anders Switzerland AG aus Schänis, Textilcolor AG aus Sevelen und Meteomatics aus St.Gallen. Sie zeigen auf unterschiedliche Weise, wie Nachhaltigkeit zum Geschäftsmodell werden kann.

Text: stz.

Nachhaltigkeit ist längst mehr als ein ökologisches Bekenntnis. Sie wird zunehmend zu einem wirtschaftlichen Faktor, zu einem Innovationstreiber und zu einem Wettbewerbsvorteil. Genau diesen Ansatz würdigt der Green Business Award, der 2026 zum achten Mal verliehen wird. Für die aktuelle Ausgabe sind 30 Unternehmen aus der ganzen Schweiz nominiert, darunter drei aus dem Kanton St.Gallen.

Die St.Galler Nominierten stehen exemplarisch für die Breite nachhaltiger Geschäftsmodelle. Die Hilding Anders Switzerland AG aus Schänis ist in der Kategorie KMU mit «happy second life» nominiert, einem Konzept zur Wiederaufbereitung von Matratzenrückläufern. Ebenfalls in der Kategorie KMU tritt die Textilcolor AG aus Sevelen mit «LAVAN ESA» an, einer Lösung für ressourceneffiziente Textilprozesse. In der Kategorie Scale-up ist Meteomatics aus St.Gallen mit «Euro1k» nominiert, einem europäischen Wettermodell für präzise Vorhersagen.

Erstmals werden KMU und Scale-ups getrennt ausgezeichnet. In der Kategorie KMU stehen Unternehmen im Fokus, die ihr bestehendes Geschäftsmodell konsequent in Richtung Klimaschutz transformiert haben. Die Kategorie Scale-up prämiert junge Unternehmen, die mit neuen Technologien Nachhaltigkeit von Grund auf als Geschäftsmodell denken. «Wenn die Wirtschaft wirklich Teil der Lösung sein soll, brauchen wir beide: die disruptiven Technologien der Scale-ups und die Breite etablierter Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell transformieren», sagt Cédric Habermacher, Direktor von Green Business Switzerland.

Textilcolor ist mit «LAVAN ESA» nominiert
Textilcolor ist mit «LAVAN ESA» nominiert

St.Galler Unternehmen zeigen konkrete Lösungen

Mit der Nomination von Hilding Anders Switzerland AG, Textilcolor AG und Meteomatics ist der Kanton St.Gallen beim diesjährigen Green Business Award stark vertreten. Die drei Unternehmen kommen aus unterschiedlichen Branchen und zeigen damit, dass Nachhaltigkeit nicht auf einzelne Sektoren beschränkt ist.

Hilding Anders Switzerland AG aus Schänis setzt mit «happy second life» auf die Wiederaufbereitung von Matratzenrückläufern. Das Unternehmen greift damit ein Thema auf, das in vielen Branchen zunehmend an Bedeutung gewinnt: Produkte sollen nicht möglichst rasch ersetzt, sondern länger genutzt, erneuert und wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden. Gerade im Möbel- und Matratzenbereich liegt darin ein erhebliches Potenzial, Ressourcen zu schonen und Abfälle zu reduzieren.

Die Textilcolor AG aus Sevelen ist mit «LAVAN ESA» nominiert. Die Lösung zielt auf ressourceneffiziente Textilprozesse ab. Laut Green Business Switzerland steigert das neue Nachseifmittel die Produktionskapazität und senkt gleichzeitig den CO₂-Ausstoss um 56 Prozent. Damit verbindet das Unternehmen ökologische Wirkung mit industrieller Effizienz – ein Ansatz, der gerade für die exportorientierte Ostschweizer Industrie von grosser Bedeutung ist.

Meteomatics aus St.Gallen ist in der Kategorie Scale-up nominiert. Das Unternehmen hat sich mit hochpräzisen Wetterdaten und innovativen Prognosemodellen international einen Namen gemacht. Mit «Euro1k» bringt Meteomatics ein europäisches Wettermodell ein, das präzise Vorhersagen ermöglichen soll. Genaue Wetterdaten sind für Energieversorger, Landwirtschaft, Verkehr, Industrie und Versicherungen zentral. Sie helfen, Risiken besser einzuschätzen, Ressourcen effizienter einzusetzen und klimabedingte Herausforderungen wirtschaftlich abzufedern.

Hilding Anders Switzerland setzt auf die Wiederaufbereitung von Matratzenrückläufern
Hilding Anders Switzerland setzt auf die Wiederaufbereitung von Matratzenrückläufern

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