Antivirale Stoffe aus Appenzell
30.04.2020

Antivirale Stoffe aus Appenzell

Letzte Woche startete der Bund unter Federführung der EMPA das Projekt „ReMask“, bei dem es darum geht, sogenannte Community-Masken für die Bevölkerung zu entwickeln. Dabei spielen auch Stoffe mit antiviraler und antibakterieller Wirkung eine grosse Rolle. An vorderster Front dabei: Die Weba Weberei Appenzell AG, die ein solches Gewebe entwickelt hat.

Das Weba-Baumwollgewebe, das sie zusammen mit der Schlierener HeiQ Materials AG entwickelt hat, verfügt über die HeiQ-Viroblock-Technologie, die antibakterielle und antivirale Wirkungen zeigt. Zusätzlich habe das Weba-Gewebe eine flüssigkeitsabweisende (hydrophobe) Ausrüstung, um das Eindringen von Tröpfchen zu erschweren, teilt das Unternehmen mit. Das Gewebe ist schadstofffrei und dermatologisch getestet und kann bis zu 30x bei gleichbleibender Wirkung gewaschen und somit mehrfach verwendet werden.

«Unser Gewebe ist den üblicherweise verwendeten gewebten Stoffen deutlich überlegen und bietet dem Nutzer einen echten Mehrwert», sagt Alexander Barberi, Head of Sales der Weba. Das Gewebe ist derzeit in Produktion und wird bereits an erste Kunden in der Schweiz ausgeliefert, die daraus Masken und Kleidungsstücke produzieren.

Weba-CEO Benjamin Fuchs freut sich, dass das innovative Gewebe zu einem Grossteil von Schweizer Unternehmen produziert wird. «Das Gewebe kann durch unsere Produktion in Appenzell gewebt und unsere Partner mit Schweizer Textil-Technologie in Zofingen fertig gestellt werden. Damit leisten wir einen Beitrag zu der von vielen Seiten geforderten möglichst autonomen Produktion von Masken für die Schweizer Bevölkerung».

Die Weba Weberei Appenzell AG designt und produziert seit 1944 Gewebe für Hemden und Blusen. Weba hat sich dem Thema „Luxury and Performance Fabrics“ verschrieben und ist weltweit führend in feinsten Geweben mit Zusatzfunktionen wie „wrinkle-free“ und „natural stretch“. Weba produziert in eigenen Werken in Appenzell und Ägypten.