St.Gallen

98 junge Berufsleute feiern ihren Abschluss im Schreinerhandwerk

98 junge Berufsleute feiern ihren Abschluss im Schreinerhandwerk
Die ausgezeichneten Schreinerinnen und Schreiner EFZ mit einer Note von 5,2 oder höher
Lesezeit: 2 Minuten

85 Schreiner EFZ und 13 Schreinerpraktiker EBA der Schreinerfachschule Buchs und Flawil haben ihren Lehrabschluss erfolgreich bestanden. An der Abschlussfeier in Rapperswil wurden besonders die besten Absolventen ausgezeichnet.

Text: pd/red

Die Lehrabschlussfeier im Zauberhut von Knies Kinderzoo stand unter dem Motto «Bildung gemeinsam denken». Organisiert wurde der Anlass gemeinsam vom Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten Thur-Linth, dem Liechtensteiner Schreinerverband und dem Schreinerverband Kanton St.Gallen. Im Mittelpunkt standen die 98 erfolgreichen Absolventen, die ihre Ausbildung an der Schreinerfachschule Buchs und Flawil abgeschlossen haben.

Besonders ausgezeichnet wurden die Schreiner EFZ mit den besten Abschlussnoten. Dominik Schad aus St.Gallen, Janick Bärtsch aus Heiligkreuz, Alfred Gasser aus Lichtensteig, Pablo Felix Rutz aus Andwil sowie Anna Windirsch aus Wattwil erreichten jeweils die Note 5,4. Der «DenkWerk»-Award für den besten EFZ-Abschluss ging an Dominik Schad, der seine Lehre bei der Koster AG Holzwelten in Arnegg absolvierte.

Dominik Schad, der Gewinner des «DenkWerk»-Awards EFZ, im Gespräch mit Moderator Philipp Langenegger
Dominik Schad, der Gewinner des «DenkWerk»-Awards EFZ, im Gespräch mit Moderator Philipp Langenegger

Bei den Schreinerpraktikern EBA erzielte Christof Bischof aus Lüchingen mit der Note 5,4 das beste Resultat und erhielt ebenfalls den «DenkWerk»-Award. Alle Absolventen mit einer Note von mindestens 5,2 wurden zusätzlich mit einem Sackmesser ausgezeichnet.

Die erfolgreichen Schreinerpraktiker EBA posieren mit ihrem Lehrer Thomas Vogler (r.), der seine letzte Klasse abgab und nun den Ruhestand geniessen wird
Die erfolgreichen Schreinerpraktiker EBA posieren mit ihrem Lehrer Thomas Vogler (r.), der seine letzte Klasse abgab und nun den Ruhestand geniessen wird

Berufsbildung als Gemeinschaftsaufgabe

Urs Hungerbühler, Präsident des Schreinerverbands Kanton St.Gallen, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit in der Berufsbildung. Erfolgreiche Ausbildung gelinge nur, wenn Lernende, Lehrbetriebe, Berufsbildner, Schulen, Familien und Verbände gemeinsam am gleichen Ziel arbeiteten. Dieses Miteinander sei nicht nur während der Lehre wichtig, sondern auch für die spätere berufliche Laufbahn.

Auch Bruno Müller, Leiter des Amts für Berufsbildung des Kantons St.Gallen, stellte in seiner Ansprache den Werkstoff Holz als Sinnbild für die Ausbildung in den Mittelpunkt. Gute Ergebnisse entstünden durch Wissen, Sorgfalt, Erfahrung und vor allem durch Zusammenarbeit. Den jungen Berufsleuten gab er mit auf den Weg, neugierig zu bleiben, ihr Netzwerk zu pflegen und stolz auf ihr Handwerk zu sein.

Cellere  Mattes Films  

Digitalisierung verändert die Ausbildung

Schulleiter Fabian Bertolo erinnerte daran, wie sich die Ausbildung in den vergangenen Jahren verändert hat. Der aktuelle EFZ-Abschlussjahrgang gehörte zu den ersten Klassen, die während der gesamten Schulzeit mit dem eigenen Laptop arbeiteten. Auch künstliche Intelligenz halte zunehmend Einzug in die Berufsbildung. Entscheidend bleibe jedoch, digitale Werkzeuge sinnvoll einzusetzen, Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und das handwerkliche Können kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Neben der Ausbildung spielte an der Feier auch der persönliche Ausgleich eine Rolle. Moderator Philipp Langenegger sprach mit drei Lernenden über ihre Hobbys als Schwarzpulverschützin, Fotograf und Kunstradfahrerin. Die Beispiele zeigten, dass Präzision, Ausdauer und Leidenschaft nicht nur im Schreinerhandwerk gefragt sind.

Auch interessant

Neues Berufswahl-Portal soll Lehrstellenmarkt stärken
St.Gallen

Neues Berufswahl-Portal soll Lehrstellenmarkt stärken

<IT>rockt! baut KI-Weiterbildung mit Onlinekurs aus
Advertorial

<IT>rockt! baut KI-Weiterbildung mit Onlinekurs aus

GU Sicherheit verzeichnet mehr Kriseneinsätze
St.Gallen

GU Sicherheit verzeichnet mehr Kriseneinsätze