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Frühzeitig planen schafft Freiheit

Frühzeitig planen schafft Freiheit
Jon Lengweiler, David Brönimann
Lesezeit: 3 Minuten

Private und unternehmerische Zukunftsfragen werden häufig erst dann angegangen, wenn sie konkret werden. Gerade für Unternehmerinnen und Unternehmer hängen Themen wie Vorsorge, Erbrecht, Pensionierung und Unternehmensnachfolge jedoch eng zusammen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig den Überblick zu gewinnen und die richtigen Weichen zu stellen. Wie die St.Galler Kantonalbank (SGKB) ihre Kundinnen und Kunden dabei begleitet, erklären David Brönimann, Leiter Unternehmensnachfolge, und Jon Lengweiler, Leiter Finanzplanung, im LEADER-Gespräch.

Warum treten Kundinnen und Kunden mit Ihnen in Kontakt?

Lengweiler: Weil sie das Thema Vorsorgen unmittelbar betrifft, sowohl als Privat- wie auch als Geschäftsperson. Rechtliche, aber auch gesellschaftliche Veränderungen machen Vorsorge-, Erbrechts- und Nachfolgethemen zunehmend anspruchsvoller. Viele Kundinnen und Kunden schätzen deshalb unsere vertrauensvolle und beständige Begleitung, die Orientierung und Sicherheit schafft.

Brönimann: Die Übergabe eines Unternehmens ist emotional und komplex. Es geht nicht nur um Zahlen und Verträge, sondern auch um den Fortbestand des Lebenswerks und die Zukunft der Mitarbeitenden, und – besonders bei familieninternen Nachfolgen – um den Zusammenhalt in der Familie. Wir schliessen jedes Jahr rund 25 Unternehmensnachfolgen ab und verfügen entsprechend über einen grossen Erfahrungsschatz.

«Wir bringen Kopf, Bauch und Herz in Einklang.»

Wie unterstützen Sie Kundinnen und Kunden in diesen Fragestellungen?

Brönimann: Am Anfang steht immer die Frage: «Was soll mit dem Unternehmen langfristig geschehen?» Gemeinsam analysieren wir die Nachfolgeoptionen und entwickeln einen Fahrplan, der zu den persönlichen und unternehmerischen Zielen passt. Anschliessend begleiten wir die Umsetzung über den gesamten Prozess hinweg.

Lengweiler: Wir bringen Kopf, Bauch und Herz in Einklang: Wir beziehen das Lebenswerk «Unternehmen», die Privatperson «Unternehmerin» oder «Unternehmer» und die Familie mit ein. Wir stimmen den privaten Finanzplan mit dem geschäftlichen ab und vernetzen dabei die Bereiche Vorsorge, Steuern und Erbrecht. Die Kundinnen und Kunden erhalten eine Gesamtsicht sowie fundierte Entscheidungsgrundlagen.

Warum sind diese Themen gerade für Unternehmerinnen und Unternehmer besonders komplex?

Brönimann: Häufig ist ein grosser Teil des Vermögens im Unternehmen gebunden, so dass der private Finanzplan auf die Unternehmensnachfolge abgestimmt sein muss. Oft müssen nicht-betriebsnotwendige Vermögenswerte vom Betrieb getrennt werden – im Idealfall ohne Zeitdruck und hinsichtlich der Steuerbelastung und der persönlichen Vorsorge optimiert.

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Welche Rolle spielt eine Finanzplanung bei der Beantwortung dieser Fragestellungen?

Lengweiler: Unternehmerische Entscheidungen wirken sich auch auf das Privatleben aus – und umgekehrt. Ein Beispiel dafür ist die kombinierte Bezugs- und Einkaufsstrategie: Dank einer massgeschneiderten BVG-Lösung in Verbindung mit entsprechenden privaten Pensionskasseneinkäufen begünstigen wir die Entnahmestrategie entscheidend. Zugleich stärken wir damit die private Vorsorge, reduzieren Steuern und eliminieren Risiken.

«Die Übergabe eines Unternehmens ist emotional und komplex.»

Wie arbeiten Kundenberatung, Finanzplanung und Unternehmensnachfolge bei der SGKB konkret zusammen?

Lengweiler: Mit der St.Galler Finanzberatung legen die Kundenberatenden den Grundstein, um die Lebenssituationen, Bedürfnisse und Ziele unserer Kundinnen und Kunden umfassend zu verstehen. Bei bedeutenden Lebensereignissen, z.B. Pensionierung und Unternehmensnachfolge, schafft der gezielte Beizug unserer erfahrenen Expertenteams klare Orientierung und zusätzliche Sicherheit.

Brönimann: Unsere Expertenteams arbeiten eng zusammen und tauschen sich fortlaufend aus. Das erlaubt uns, komplexe Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und Lösungen zu entwickeln, die sowohl privat als auch unternehmerisch optimiert sind.

Was unterscheidet diesen Ansatz von einer klassischen Begleitung durch einen Treuhänder oder eine Anwältin?

Lengweiler: Neben einer langjährigen Begleitung durch die Kundenberatenden darf unsere Unternehmerkundschaft auf die Fachkompetenz von sechs Expertenteams zählen, koordiniert und aus einer Hand. Die SGKB verbindet ihre Kernkompetenzen in den Bereichen Anlegen und Finanzieren mit den wichtigen Themen Vorsorge und Unternehmensnachfolge.

Brönimann: Wir suchen nicht Unterschiede, sondern die Zusammenarbeit mit externen Beraterinnen und Beratern. Unsere Rolle besteht darin, die verschiedenen Fachdisziplinen zusammenzuführen, den Gesamtprozess zu koordinieren und sicherzustellen, dass alle Massnahmen auf die Ziele der Kundschaft abgestimmt sind.

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Was möchten Sie denjenigen mitgeben, die sich mit diesen Themen bisher noch wenig beschäftigt haben?

Lengweiler: Ein Unternehmen hat selbstverständlich eine Unternehmensstrategie. Gleiches empfehlen wir auf der privaten Seite z.B. mit einer Eignerstrategie und einer finanzplanerischen Strukturierung des Gesamtvermögens. Die Zeit limitiert jedoch den Gestaltungsspielraum. Darum ist genau heute der richtige Tag, um mit uns in den Dialog zu treten.

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