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«Recruiting ist Beziehung, nicht Berechnung»

«Recruiting ist Beziehung, nicht Berechnung»
Christoph Battocletti: Analyse und Intuition
Lesezeit: 3 Minuten

Künstliche Intelligenz verändert das Recruiting grundlegend. Für Christoph Battocletti, CEO und Founder des St.Galler Recruitingunternehmens FIND, ist jedoch klar: Technologie steigert Effizienz und Präzision – Verantwortung und Entscheidungskompetenz bleiben beim Menschen. Der zwischenmenschliche Bereich bildet weiterhin das Herzstück erfolgreicher Personalgewinnung.

Christoph Battocletti, warum passt das Thema «Mensch + KI» so gut zu FIND?
Weil es exakt das Spannungsfeld beschreibt, in dem wir uns täglich bewegen. FIND ist aus ks selection hervorgegangen und hat sich in den letzten Jahren strategisch weiterentwickelt. Unser Anspruch ist es, Recruiting wirkungsorientiert zu gestalten. Technologie, Datenanalyse und persönliche Beratung greifen bei uns ineinander. KI hilft uns, Märkte schneller zu verstehen und präziser zu agieren. Aber sie ersetzt kein Gespräch, keine Einordnung und kein Verantwortungsbewusstsein. Die finale Entscheidung trifft immer ein Mensch.

Technologischer Fortschritt ist also ein Hebel. Was bedeutet das konkret im Alltag Ihrer Auftraggeber?
Unternehmen stehen heute unter enormem Zeitdruck. Schlüsselpositionen bleiben oft zu lange vakant, was direkte Auswirkungen auf Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit hat. Wer nur inseriert, erreicht vor allem aktive Stellensuchende. Ein grosser Teil der relevanten Fach- und Führungskräfte ist jedoch nicht aktiv unterwegs. Mit unserer eigenen Technologie analysieren wir öffentliche Daten aus über 50 digitalen Kanälen und erkennen frühzeitig, wer fachlich relevant und potenziell wechselbereit ist. Dadurch ge-winnen unsere Kunden Zeit, Transparenz und echten Handlungsspielraum.

Zugang zu Talenten ist das eine, Vertrauen das andere. Wie schaffen Sie den zweiten Schritt?
Der entscheidende Mehrwert entsteht im persönlichen Austausch. Daten zeigen uns, wer fachlich interessant sein könnte. Motivation, Werte, Ambitionen und kulturelle Passung lassen sich aber nur im Dialog erfassen. Gerade im Executive- und Expert-Sourcing geht es um Wirkung und Verantwortung. Unser Team investiert bewusst viel Zeit in Gespräche, in das Verständnis von Unternehmen und Persönlichkeiten. Recruiting ist für uns kein Matching von Lebensläufen, sondern das Zusammenführen von Menschen mit Perspektive.

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Das verändert auch die Rolle Ihres Teams. Welche Auswirkungen hat der KI-Einsatz intern?
KI übernimmt strukturierte Analysen, Screening-Prozesse und Marktbeobachtungen. Das erhöht unsere Geschwindigkeit, Vergleichbarkeit und Transparenz. Gleichzeitig verschiebt sich der Fokus unserer Consultants stärker auf strategische Beratung, Beziehungsarbeit und Entscheidungsqualität. Technologie macht uns effizienter. Menschliche Kompetenz macht uns relevant. Unsere Mitarbeitenden werden durch KI gestärkt – nicht ersetzt.

Sie sprechen bei FIND häufig von Performance Recruiting. Wie definieren Sie diesen Begriff?
Performance bedeutet für uns messbare Wirkung. Wir denken nicht in Prozessen, sondern in Ergebnissen. Wie schnell wird eine Schlüsselrolle besetzt? Wie nachhaltig ist die Integration? Wie stark ist der Beitrag zur Unternehmensentwicklung? Gerade in einer wirtschaftlich dynamischen Region wie der Ostschweiz sind spezialisierte Fachleute und Führungspersönlichkeiten ein zentraler Erfolgsfaktor. FIND versteht sich deshalb als strategischer Partner, der Verantwortung übernimmt und langfristig mitdenkt. 

Wo sehen Sie Grenzen der künstlichen Intelligenz im Recruiting?
Die grösste Gefahr liegt in der Überautomatisierung. Wer versucht, Menschen rein datenbasiert zu bewerten, verliert Nuancen. Persönlichkeit, Haltung, Teamdynamik und Führungskultur sind komplexe Faktoren. KI kann Hinweise liefern, Muster erkennen und Risiken sichtbar machen. Sie kann aber nicht abschliessend beurteilen, wie jemand in einer Organisation wirkt. Deshalb betonen wir bewusst den zwischenmenschlichen Bereich als elementaren Kern unserer Arbeit. 

Hier stellt sich auch die Frage nach der künftigen Rolle von Recruiting. Wohin entwickelt sich der Markt?
Recruiting entwickelt sich immer stärker zur strategischen Disziplin. Unternehmen müssen Marktbewegungen antizipieren, statt nur auf Vakanzen zu reagieren. Datenbasierte Marktintelligenz wird wichtiger. Gleichzeitig steigt die Bedeutung von Vertrauen, Diskretion und Reputation. Leistungsträger entscheiden sich nicht nur für Aufgaben, sondern für Werte, Führung und Entwicklungsperspektiven. Wer Technologie und Haltung konsequent verbindet, wird langfristig die besten Köpfe gewinnen.

Was treibt Sie persönlich in diesem Spannungsfeld an?
Mich fasziniert die Kombination aus Analyse und Intuition. Technologie eröffnet neue Perspektiven. Gleichzeitig bleibt Recruiting eine zutiefst menschliche Aufgabe. Es geht um Lebenswege, Verantwortung und Zukunft. Diese Kombination macht unsere Arbeit anspruchsvoll, fordernd und, ja, sinnstiftend. 

Zum Schluss: Was ist Ihr Credo im Zusammenspiel von Mensch und KI?
«KI beschleunigt Prozesse. Entscheiden muss der Mensch»: Wenn wir Technologie nutzen, um bessere menschliche Entscheidungen zu ermöglichen, entsteht echte Wirkung. Genau dieses Gleichgewicht leben wir bei FIND.

Text: Stephan Ziegler

Bild: Sandro Breu

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