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25 Jahre ostjob.ch: Vom Pionier zum Marktführer

25 Jahre ostjob.ch: Vom Pionier zum Marktführer
Fredy Pillinger, Jutta Sosseh, Johannes Reisch, Henrik Jasek und Christoph Walzl
Lesezeit: 3 Minuten

Als Stelleninserate noch in Zeitungen erschienen und Bewerbungen per Post verschickt wurden, gründete der Ostschweizer Personalvermittler Peter Hollenstein 2001 ostjob.ch. Sein Ziel: Stellenangebote regional, schnell und jederzeit online verfügbar zu machen.

«Damals mussten wir den Unternehmen zuerst erklären, warum das Internet überhaupt für die Personalsuche relevant sein könnte», sagt Henrik Jasek, der ostjob.ch seit 2015 führt. Die eigentliche Konkurrenz seien damals nicht andere Jobplattformen gewesen. «Die meisten Firmen setzten noch auf Stellenanzeigen in Zeitungen. Das Internet musste seinen Platz im Recruiting erst finden.»

Die Entwicklung verlief schneller als erwartet. Immer mehr Stellensuchende nutzten das Internet für die Jobsuche. Kurz darauf folgten auch die Unternehmen. Aus einer innovativen Idee wurde eine etablierte Plattform für den Ostschweizer Arbeitsmarkt.

Ein wichtiger Meilenstein folgte 2006. Die St.Galler Tagblatt AG übernahm ostjob.ch. Gründer Peter Hollenstein blieb dem Unternehmen zunächst weiterhin verbunden und begleitete die Weiterentwicklung der Plattform. Die operative Führung erfolgte fortan in einer Co-Leitung durch Fredy Pillinger und Alex Lusa. Gemeinsam begleiteten sie die Integration in die Strukturen der Tagblatt Medien sowie den technologischen Ausbau der Plattform und legten damit wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung.

«25 Jahre Erfolg entstehen nicht durch Grösse, sondern durch Nähe zum Markt.»

Für ostjob.ch eröffnete die Übernahme neue Möglichkeiten. Durch die Einbettung in die Medienwelt entstanden Synergien mit starken regionalen Marken wie dem St.Galler Tagblatt, Radio FM1 und Tele Ostschweiz. Gleichzeitig wurde die Plattform konsequent weiterentwickelt und auf die Bedürfnisse des regionalen Arbeitsmarktes ausgerichtet.

Das zahlt sich bis heute aus. Während zahlreiche nationale und internationale Anbieter um Marktanteile kämpfen, ist ostjob.ch in der Ostschweiz die führende Plattform für Stellenangebote geblieben.

«Unsere Stärke war immer die Nähe zum Markt», sagt Jasek. «Wir kennen unsere Kunden, wir kennen die Region und wir wissen, welche Herausforderungen Unternehmen bei der Personalsuche beschäftigen.»

Seit dem Start haben über 13'000 Unternehmen rund 2,1 Millionen Stelleninserate auf ostjob.ch veröffentlicht. Hinter diesen Zahlen stehen unzählige berufliche Veränderungen, Karriereschritte und Erfolgsgeschichten.

Sommerkonzert  

Aus der Ostschweiz in die ganze Schweiz

Mit der Gründung von CH Media im Jahr 2019 begann das nächste Kapitel. Das erfolgreiche Modell von ostjob.ch wurde zur Vorlage für weitere regionale Jobplattformen in der Schweiz. Die in St.Gallen entwickelte Technologie bildet heute die Basis für ein Netzwerk von regionalen Stellenportalen, zu dem unter anderem zentraljob.ch, myjob.ch, jobbern.ch, jobbasel.ch, jobmittelland.ch, jobzüri.ch, nicejob.de und lehrstellencheck.ch gehören.

Auch andere Verlagshäuser wie die NZZ, Somedia, der Walliser Bote, Russmedia oder das Bieler Tagblatt nutzen die bewährte Technologie aus der Ostschweiz. Entstanden ist ein schweizweit einzigartiges Netzwerk, das regionalen und nationalen Arbeitgebern neue Möglichkeiten in der Personalgewinnung eröffnet.

«Erfolgreiche Marken entwickeln sich weiter, ohne ihre Herkunft zu vergessen.»

Die Zukunft des Recruitings gestalten

Doch auch nach 25 Jahren sieht man sich bei ostjob.ch nicht am Ziel angekommen. Die Arbeitswelt verändert sich schneller denn je. Fachkräftemangel, Digitalisierung und neue Erwartungen von Arbeitnehmenden stellen Unternehmen vor laufend neue Herausforderungen. Entsprechend entwickelt sich auch ostjob.ch kontinuierlich weiter.

Dabei setzt das Team bewusst auf den direkten Austausch mit Kunden und Nutzern. Regelmässige Befragungen und Marktanalysen helfen dabei, die Bedürfnisse von Arbeitgebern und Stellensuchenden frühzeitig zu erkennen.

«Wir wollen nicht an unseren Kunden vorbei entwickeln», sagt Jasek. «Unser Anspruch ist es, Lösungen zu schaffen, die echten Nutzen für den Ostschweizer Arbeitsmarkt bringen.»

Eine zentrale Rolle wird dabei die Künstliche Intelligenz spielen. Schon heute fliesst sie intensiv in die Produkt- und Entwicklungsplanung ein. Künftig könnte KI Unternehmen dabei unterstützen, passende Kandidatinnen und Kandidaten schneller zu finden, Bewerbungen effizienter zu bearbeiten oder Recruiting-Prozesse zu vereinfachen.

«Die Arbeitswelt wird sich in den nächsten zehn Jahren stärker verändern als in den letzten zwanzig», sagt Jasek. «Wir wollen diese Entwicklung nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten.»

25 Jahre ostjob.ch sind deshalb nicht nur Anlass für einen Blick zurück, sondern auch für einen Blick nach vorne. Die Plattform will weiterhin die Drehscheibe für den Ostschweizer Arbeitsmarkt bleiben – mit Kundennähe, Innovation und dem Anspruch, Menschen und Unternehmen erfolgreich zusammenzubringen.

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