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Wie Innovationen beschleunigt werden sollen

Wie Innovationen beschleunigt werden sollen
Katrin Meyerhans
Lesezeit: 2 Minuten

Mit der preXcon lancieren die Olma-Messen eine neue Plattform für Präzisionstechnik. Sie soll den Austausch zwischen Forschung und Industrie stärken und Innovationen schneller in die Anwendung bringen, wie Katrin Meyerhans, Leiterin Produkte der Olma-Messen St.Gallen, erklärt.

Katrin Meyerhans, welches konkrete Problem in der Ostschweiz soll die neue Plattform lösen?
Die preXcon – The Precision Technology Convention – stärkt den Innovations- und Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie und verbindet Fachausstellung und Fachkongress. Ziel ist es, Akteure im Vierländereck DACHLI zu vernetzen und den Austausch zu intensivieren. So entstehen schneller Ideen, die auch in die Anwendung kommen. Damit ist die preXcon ein zentraler Treiber für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit.

Der Content Hub ist das zentrale Element. Welchen direkten Nutzen hat er für Unternehmen?
Im Content Hub stehen Fachvorträge, Workshops und Diskussionsrunden zu aktuellen Technologiethemen im Fokus. Dabei geht es um reale Herausforderungen der produzierenden Industrie. Unternehmen erhalten Einblicke, die direkt auf ihre Praxis übertragbar sind, und nehmen Impulse für eigene Projekte mit. Ergänzt werden die Formate durch geführte Touren in der Fachausstellung und im Start-up-Park.

Die Plattform soll ganzjährig wirken. Wie stellen Sie sicher, dass sie nicht auf die preXcon als Event reduziert wird?
Der Content Hub ist als ganzjährige Plattform konzipiert. Ein digitaler Layer ermöglicht den dauerhaften Zugang zu Inhalten, Kontakten und Wissen. Der Fachkongress vom 3. bis 5. November 2026 hingegen ist Teil eines durch Bund und Kantone unterstützten Projekts im Rahmen der Neuen Regionalpolitik. Ziel ist der Aufbau einer langfristigen Präzisionstechnik-Community und eines Clusters, in dem Forschung, Industrie und Wirtschaft eng zusammenarbeiten.

Sie arbeiten mit Partnern aus Forschung und Industrie. Wie wird diese Zusammenarbeit gesteuert?
Themen und Inhalte werden gemeinsam entwickelt, sodass aktuelle Fragestellungen gezielt aufgegriffen werden. Gleichzeitig schafft die Plattform einen strukturierten Rahmen für die Zusammenarbeit.

Ein Ziel ist, Technologien schneller marktfähig zu machen.
Genau. Die preXcon verbindet Wissen und Anwendung. Im Content Hub erhalten Teilnehmer Einblicke in Technologien und Trends. Auf dem Marktplatz zeigen Aussteller konkrete Anwendungen und beraten zu Projekten. Ergänzt wird das durch Networking. Und über den digitalen Layer bleiben die Inhalte verfügbar und können weiter vertieft werden.

Viele Plattformen bleiben beim Austausch stehen. Wie stellen Sie sicher, dass bei Ihnen konkrete Projekte, Aufträge oder Innovationen entstehen?
Die preXcon ist auf Technologietransfer mit konkreten Anwendungsfällen ausgerichtet. Gezielte Formate ermöglichen direkten Austausch. Der Fokus liegt auf marktorientierten Lösungen, also auf Themen, die für Unternehmen unmittelbar relevant sind und Innovationsprojekte beschleunigen.

Die Plattform soll auch die internationale Sichtbarkeit erhöhen.
Ja, wir bauen internationale Partnerschaften auf, etwa mit bestehenden Formaten wie der W3+ Fair. Internationale Aussteller und Partner bringen zusätzliche Perspektiven ein und erhöhen die Reichweite. Gleichzeitig stärkt das Cluster-Projekt die internationale Positionierung der preXcon und trägt dazu bei, sie als Treffpunkt der Präzisionstechnik für die Hightech-Industrie zu etablieren.

Text: Patrick Stämpfli

Bild: Marlies Beeler-Thurnheer

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