Städter wollen besseres Velonetz
19.03.2019

Städter wollen besseres Velonetz

63 Prozent der Bevölkerung in St. Gallen, Basel, Bern, Zürich, Lausanne, Freiburg und Nyon sind mit der Verkehrssituation sehr oder eher zufrieden. Zu den Gründen für Unzufriedenheit zählen Verkehrsbehinderungen, Parkplatzmangel, Lärmbelastung und ein unzureichendes Velonetz.

Dies zeigen Befragungen, welche die Städtekonferenz Mobilität zusammen mit den sieben Städten vom Institut gfs.Bern durchführen liess. Beim Punkt „Hohe Zufriedenheit“ wird am häufigsten die Qualität des öffentlichen Verkehrs genannt. Umgekehrt nennen die Befragten häufig ein unzureichendes Velonetz als Hauptgrund für ihre Unzufriedenheit, so fm1today.ch

In den meisten befragten Städten sind Verkehrsbehinderungen, Parkplatzmangel und Lärmbelastung negative Auswirkungen des Verkehrs, von denen die Einwohnerinnen und Einwohner am häufigsten betroffen sind. 

Mehr Mittel für Veloinfrakstruktur
Bei der Budgetplanung für verkehrspolitische Massnahmen wünschen sich die Befragten mehr Mittel für die Veloinfrastruktur und Aufenthaltsqualität. Auch für Massnahmen gegen Lärm- und Umweltbelastung und beim Ausbau des städtischen öffentlichen Verkehrs soll tendenziell mehr Geld aufgewendet werden. Der grösste Teil der Befragten beurteilt die aktuelle Ressourcenverteilung dort aber als gut, schreibt fm1today.ch.

Weniger Geld würde eine Mehrheit für den Ausbau von Autobahnen, Hauptstrassen, Parkplätzen oder weiteren Geschwindigkeitsbegrenzungen aufwenden. Beim Unterhalt des Strassennetzes überwiegt der Spar- gegenüber dem Ausbauwunsch.

Eine Erhöhung des Fuss- und Veloverkehrs wird in allen befragten Städten begrüsst, im Durchschnitt beträgt die Zustimmung 84 Prozent. Ergänzend dazu zieht ein relevanter Anteil der Befragten in allen Städten viel öffentlichen Raum ohne Verkehr gegenüber viel Platz für ruhenden und fliessenden Motorverkehr vor.

Mobilitäts-Apps gefragt
In allen Städten besteht ein Interesse an der Nutzung von Mobilitäts-Apps für das Smartphone (55 Prozent), mit denen die schnellste Route oder das beste Verkehrsmittel bestimmt werden kann. Nur knapp ein Viertel würde die Nutzerdaten für die Verkehrsplanung zur Verfügung stellen.

Privates Carsharing ist in allen befragten Städten ein Randphänomen. Nur jede achte Person hat ein solches Angebot bereits als Fahrerin und Fahrer oder Mitfahrerin und Mitfahrer genutzt. Etwas bekannter sind stationäre oder stationslose Veloverleih-Angebote, vor allem in den Städten Zürich und Lausanne.

Für die Studie wurden in den teilnehmenden Städten St. Gallen, Basel, Bern, Zürich, Lausanne, Freiburg und Nyon zwischen dem 30. August und 22. Oktober 2018 insgesamt 8020 Einwohnerinnen und Einwohner ab 16 Jahren online befragt.