Thurgau

Qambria verbindet zwei Rechnerwelten

Qambria verbindet zwei Rechnerwelten
Qambria-Gründer Dominik Ulmer
Lesezeit: 2 Minuten

Quantencomputer könnten neue Medikamente, Materialien und industrielle Abläufe ermöglichen. Damit sie im Alltag nutzbar werden, müssen sie jedoch zuverlässig mit klassischen Rechnern zusammenarbeiten. An dieser Schnittstelle setzt Qambria aus Steckborn an. Das 2025 gegründete Startup erhält vom Startnetzwerk Thurgau ein Förderpaket im Wert von 18’000 Franken.

Text: pd/stz.

Während künstliche Intelligenz längst im Geschäftsalltag angekommen ist, steht Quantencomputing noch vor grundlegenden Herausforderungen. Die Maschinen versprechen enorme Rechenleistungen für bestimmte Aufgaben, reagieren aber äusserst empfindlich auf Störungen. Fehler müssen deshalb rasch erkannt und korrigiert werden.

Dafür braucht es klassische Computer, die eng mit den Quantenrechnern zusammenarbeiten. Genau diese Verbindung entwickelt Qambria. Das Thurgauer Startup will dafür sorgen, dass beide Systeme ihre Aufgaben aufeinander abgestimmt erledigen und Daten mit möglichst geringer Verzögerung austauschen können.

Technologie für verschiedene Hersteller

Die eigene Software koordiniert, welche Aufgaben auf welchem Rechner ausgeführt werden. Weitere Komponenten unterstützen den schnellen Datenaustausch und die Fehlerkorrektur. Damit will Qambria eine Infrastruktur schaffen, die gezielt auf die Anforderungen des Quantencomputings zugeschnitten ist.

Eigene Quantencomputer baut das Unternehmen nicht. Stattdessen lizenziert es seine Technologie, die mit Maschinen unterschiedlicher Hersteller funktionieren soll. Langfristig sieht Qambria einen Einsatz in Hochleistungsrechenzentren: Dort könnten Quantencomputer als spezialisierte Beschleuniger neben klassischen Supercomputern arbeiten.

Erste Bausteine bei Pilotpartnern

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