04.10.2018

Mostindiens Nationalmuseum heisst MoMö

Am 6. Oktober eröffnet die Familie Möhl in Arbon das erste und einzige Schweizer Mosterei- und Brennereimuseum. Das «MoMö» ist nicht nur Erlebnis- und Begegnungsort für alle Freunde von Apfelsäften und Apfelweinen. Es ist eine Hommage an das traditionelle Safthandwerk sowie an die gesamte Region und erzählt Genusswelt und Geschichte der Familie Möhl. Interaktiv, modern und erlebenswert.

Das MoMö ist kein klassisches Ausstellungsmuseum. Die gesamte Welt des Apfels, die Rolle der Bienen und deren Pflege sowie alles rund um das Thema Apfelsaft wird im MoMö mit sämtlichen Sinnen interaktiv entdeckt. Das ist nicht nur spannend für die Besucher, das ist einzigartig. Das MoMö ist das Kompetenzzentrum für die traditionellen Schweizer Kulturtechniken der Obstverarbeitung und Saftherstellung. Gemeinsam mit der Familie Möhl haben es die Ausstellungsmacher geschafft, das spannende Thema in einer einmaligen, erfrischenden und innovativen Art und Weise umzusetzen. Damit wird die Schweizer Mosterei- und Brennereitradition erstmals angemessen gewürdigt.

Wer hat Talent fürs Safthandwerk?
Im MoMö steht die erste «Mostfabrik», die buchstäblich in den Himmel wächst. So etwas hat die Welt noch nicht gesehen. Wie wurde früher das Beste aus den Äpfeln gepresst? Safthandwerker waren immer schon einfallsreich. Wir zeigen die alten Traditionen der Saftherstellung von einst und vergleichen sie mit den modernsten Verfahren von heute. Dabei kann jeder persönlich sein Talent fürs Safthandwerk interaktiv entdecken und testen. Im MoMö zeigen Möhl-Saftprofis, wie es geht, und stehen Museumsbesucherinnen und -besuchern Rede und Antwort.

Die Kunst des Obstbrennens miterleben
Brennen, das ist im MoMö eine Sache des Meisters. Sepp Popp, der Brennmeister des Museums, steht persönlich in der Mikrodestillerie und führt alle Interessierte in die Kunst des Obstbrennens ein. Er teilt sein breites Wissen, brennt, offenbart seine Schnapsideen und berät alle, die ihre Brenngeheimnisse mit ihm austauschen möchten und/ oder gerne Tipps von ihm annehmen wollen.

Warum es ohne Leidenschaft nicht geht
Möhl – das steht für gelebte Safthandwerkstradition. Das MoMö bietet einen interessanten Streifzug durch die Thurgauer Mostereigeschichte. Wie sah der Alltag eines Mosters im Apfelparadies früher aus? Spannende Filmdokumentationen zeigen, wie in fünf Generationen seit 1895 aus einem Landwirtschaftsbetrieb mit Gasthaus der moderne Apfelsaft- und Apfelweinhersteller wurde. Und das in bewegten Zeiten: Durch millionenfache Baumfällaktionen wurde ein Grossteil der alten Hochstammbestände vernichtet, das Mostereigewerbe musste um seine Rohstoffe bangen. Aber Möhl steht für Eigenständigkeit und Innovation. Weder Baumsprenger noch Schnapsvögte hinderten jemals die Familie Möhl daran, ihren alten Traditionen treu zu bleiben, ihr Wissen weiter auszubauen und immer wieder neue Säfte zu erfinden.

Die beeindruckenden Holzbauchriesen
Das MoMö ist nicht nur Museum. Hier wird Saft gemacht. Im Museums-Holzfasskeller sind die grössten ovalen Holzfässer der Schweiz eingelagert; hergestellt aus Thurgauer Eichenholz. Über 21 000 Liter Saft in einem einzigen Fass, das gibt’s nur im Schweizer Mosterei- und Brennereimuseum. Hier ist alles über die Magie der alten Holzfasslagerung zu erfahren und darüber, wie die Saftprofis den einzigartigen Saft vom Fass herstellen. Im MoMö steht man mittendrin, erlebt man die besondere Atmosphäre dieser für die Schweiz einmaligen Lagerstätte für Apfelweine.

Mehr als nur Safthandwerker
Das Schweizer Mosterei- und Brennereimuseum zeigt beispielhaft, wie nachhaltiger und ressourcenschonender Umgang mit der Natur aussieht. MoMö – das steht für nachhaltiges Wirtschaften, das den Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen schont. Im Frühjahr wird das MoMö nicht nur seinen naturbelassenen Obstgarten eröffnen, darin zeigen wir die Wichtigkeit der Blütenbestäubung und gewähren auf dem Wildbienenlehrpfad spannende Einblicke in die Welt der effektivsten Blütenbestäuber. Unsere Zusammenarbeit mit dem bereits auch in Deutschland, Italien und Frankreich erfolgreichen ETH-Spin-off-Unternehmen Wildbiene + Partner ist ein Bekenntnis zur Zukunft. Wem Nachhaltigkeit ein echtes Anliegen ist, dem können wir deren Wildbienen-Patenschaften nur wärmstens empfehlen. Mehr als nur Safthandwerk heisst auch, dass unsere Getränketechnologen, Brennmeister und Cidertüftler eindrücklich zeigen, wie vielfältig und lehrreich die Welt des Apfels ist.

Erleben und geniessen
Das neue Schweizer Mosterei- und Brennereimuseum bietet Einzelerkundungen durchs MoMö oder auch Betriebsführungen durch die Mosterei an. Und bei individuellen Führungen darf man gar den Herstellungsprozess von Apfelsäften und Apfelweinen hautnah miterleben. Auf diese Weise wird Wissenswertes vertieft und ein ausführlicher Einblick in die faszinierende Familiengeschichte gewährt. Auch für kulinarische Leckerbissen ist gesorgt: feine Apfelsaftspezialitäten, bodenständige, saisonale Kost aus der Region gibt’s in der MoMö- Bar und wenn das Wetter erlaubt im herrlichen Obstgarten. Und Mitbringsel aus der Möhl-Welt sind im MoMö-Saftladen erhältlich.

Öffnungszeiten des Schweizer Mosterei- und Brennereimuseums
Montag und Dienstag geschlossen.
Mittwoch: 9.00 – 18.30 Uhr
Donnerstag: 9.00 – 21.00 Uhr
Freitag: 9.00 – 18.30 Uhr
Samstag und Sonntag: 9.00 – 17.00 Uhr

Kontakt
Schweizer Mosterei- und Brennereimuseum

St.Gallerstrasse 209
CH-9320 Arbon

071 447 10 00

momoe@moehl.ch
www.momoe.ch