St.Gallen

Meteomatics knackt Zehn-Kilometer-Marke

Meteomatics knackt Zehn-Kilometer-Marke
Während des Flugs werden unter anderem Höhe, Wind und Temperatur in Echtzeit übermittelt
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St.Galler Technik stösst in neue Höhen vor: Die Wetterdrohne Strato von Meteomatics hat nach Unternehmensangaben 10’438 Meter erreicht. Sie soll Messlücken in der Atmosphäre schliessen und Wetterballons Konkurrenz machen. Technisch ist sogar noch mehr drin.

Text: stz.

Meteomatics hat seine neue Drohnengeneration am 6. Oktober an der Meteorological Technology World Expo in Amsterdam vorgestellt. Strato erweitert den Einsatzbereich der bisherigen Meteodrohnen deutlich: Während diese Wetterdaten bis in sechs Kilometer Höhe erfassen, ist das neue Modell für Einsätze bis zwölf Kilometer ausgelegt. Erreicht wurden bislang die gemeldeten 10’438 Meter.

Damit nimmt das Unternehmen ein Verfahren ins Visier, das Wetterdienste seit Jahrzehnten nutzen: Radiosonden steigen an Ballons auf und messen die Atmosphäre. Strato soll solche Messungen wiederholt und gezielt ermöglichen. Die Drohne ist wiederverwendbar.

Für die Bedingungen in grosser Höhe wurde sie entsprechend ausgerüstet. Laut Meteomatics verträgt Strato anhaltende Windgeschwindigkeiten bis 130 Kilometer pro Stunde. Ein aktives Enteisungssystem beheizt bei Bedarf die Propeller. Während des Flugs werden unter anderem Höhe, Wind und Temperatur in Echtzeit übermittelt.

Für CEO Martin Fengler ist die neue Drohne ein weiterer Schritt auf dem Weg, ballongetragene Radiosonden zu ersetzen. Zusätzliche Messdaten sollen helfen, die Atmosphäre genauer abzubilden und Wetterprognosen zu verbessern.

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