10.04.2018

Marco Cellere übernimmt GL-Vorsitz

Im Rahmen der Langfristplanung der St.Galler Cellere-Gruppe wechseln die beiden Mitglieder der Gruppenleitung ihre Rollen: Per 1. Juli übernimmt der 36-jährige heutige Stellvertreter Marco Cellere den Vorsitz. Der 62-jährige Vorsitzende Roger Fahrer wechselt in die Stellvertretung. Die Zwei bilden unverändert die Gruppenleitung und führen je ihre Betriebseinheit: Cellere die Zentralen Dienste, Fahrer den Bau.

Marco Cellere gehört der vierten Generation des St.Galler Familienunternehmens an, das seit 1909 erfolgreich im Strassen- und Tiefbau tätig ist und mit schweizweit 600 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 130 Mio. Franken erwirtschaftet. Der ausgebildete Bankkaufmann und Betriebswirt FH trat im Februar 2010 ins Unternehmen ein. Er bildet seit März 2014, als sich Ludwig Cellere aus dem operativen Geschäft zurückzog, zusammen mit Roger Fahrer die Gruppenleitung von Cellere.

«Wandel fordert Anpassungsfähigkeit»
«Als traditionelles Bauunternehmen verfügen wir über jahrzehntelange Erfahrung und breit abgestütztes Know-how. Zugleich müssen wir als Organisation hoch anpassungsfähig sein», fasst Marco Cellere das Marktumfeld zusammen. «Wir leben im ständigen Wandel. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der richtigen Mischung aus Erfahrung und Wandlungsfähigkeit.» Auf der Basis dieser Analyse planten Verwaltungsrat und Gruppenleitung seit 2014 die langfristige Ausrichtung der Organisation von Cellere.

Während in der Gruppenleitung der erfahrene Bauingenieur Roger Fahrer als Vorsitzender und Leiter Bau das operative Kerngeschäft der Gruppe führte, richtete Betriebswirt Marco Cellere die Zentralen Dienste neu aus und setzte die Reorganisation von Cellere mit der Zusammenführung der neun unabhängigen regionalen Tochtergesellschaften in der Cellere Bau AG um. «Nun können wir den Wechsel unserer beiden Rollen wie geplant vollziehen», erklärt Roger Fahrer. «Ich werde ab Juli mein Pensum etwas reduzieren.»

Erfolgsfaktor Motivation
Für Marco Cellere ist klar: «Eine 110-jährige Firmengeschichte weiterführen zu dürfen, ist eine grosse Ehre – und eine noch grössere Verantwortung. Es ist aber utopisch zu glauben, einer allein könne die Geschicke eines Unternehmens unserer Grösse steuern. Das A und O sind gut ausgebildete, clevere und vertrauenswürdige Mitarbeiter – und gut funktionierende Teamarbeit.»

Cellere sieht seine Aufgabe vor allem darin, mit transparenter Führung und Kommunikation dazu beizutragen, dass die Angestellten ihr eigenes unternehmerisches Denken entfalten können: «Der Erfolg eines Unternehmens beruht in erster Linie darauf, dass alle Mitarbeiter Tag für Tag das Beste aus den sich bietenden Möglichkeiten für die Kunden herausholen wollen. Fehlt diese Motivation, bleibt der Unternehmenserfolg aus.»

Die Cellere-Gruppe
Das St.Galler Familienunternehmen ist seit der Gründung 1909 im Strassen- und Tiefbau tätig. Es übernimmt in diesen Bereichen alles: vom Errichten einer Natursteinmauer bis hin zum Bau von Nationalstrassen. Heute umfasst der Dienstleistungskatalog auch einige Nischenangebote wie den Reitplatzbau. Neu macht Cellere in der Ostschweiz auch Sanierungen und Umbauten: von kleinen Renovationsarbeiten an der Fassade bis hin zum Umbau ganzer Büros oder Wohnliegenschaften.

Zur Cellere-Gruppe gehören die Tochtergesellschaften Cellere Bau AG, Cellere Verwaltungs AG und Cellere Immobilien AG. Das Unternehmen, das sich ganz in Familienbesitz befindet, erwirtschaftete 2017 mit (im Jahresdurchschnitt) knapp 600 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 130 Mio. Franken. Cellere ist mit acht regionalen Niederlassungen in der ganzen deutsch- und italienischsprachigen Schweiz tätig.