KI-Boom flutet VAT mit Aufträgen
Text: pd/stz.
VAT meldet das stärkste Quartal seiner Unternehmensgeschichte: Von Juli bis September 2026 erreichte der Auftragseingang 696,6 Millionen Franken, ein Plus von 192,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der Umsatz kletterte auf einen Rekordwert: Mit 376,4 Millionen Franken lag er 45,9 Prozent über dem Vorjahresquartal. Der Auftragsbestand schwoll auf 979,5 Millionen Franken an.
Hinter dem Wachstum steht der weltweite Wettlauf um leistungsfähigere Chips. Grosse Technologiekonzerne investieren massiv in Rechenzentren, während Halbleiterhersteller ihre Fabriken ausbauen und neue Chiptechnologien in die Serienproduktion bringen. Davon profitiert VAT als Zulieferer von Vakuumventilen für die anspruchsvolle Fertigung.
Besonders stark zeigt sich die Entwicklung im Halbleitergeschäft: Dort schossen die Bestellungen um 270,2 Prozent auf 538,2 Millionen Franken nach oben. Der Umsatz stieg um 70,4 Prozent auf 284 Millionen Franken. Auch das Servicegeschäft verzeichnete mit einem Auftragsplus von 87,7 Prozent eine kräftige Nachfrage.
Um die Bestellungen abzuarbeiten, erhöht VAT das Produktionstempo. Allein im dritten Quartal stockte die Gruppe ihren Personalbestand weltweit um 450 Vollzeitstellen auf. Bis Ende Jahr soll die Produktionsleistung einen Wert von 450 Millionen Franken pro Quartal erreichen. Gleichzeitig richtet das Unternehmen seine Lieferantenbasis auf weiteres Wachstum aus.
Die Kunden bestellen inzwischen deutlich früher: Die Bestellvorlaufzeiten betragen laut VAT bis zu neun Monate oder länger, verglichen mit rund drei Monaten Ende 2025. Dahinter stehen unter anderem erwartete Preiserhöhungen und Sorgen um die künftige Verfügbarkeit. VAT geht davon aus, dass der Auftragsbestand keine Doppelbestellungen oder künstlich überhöhten Volumen enthält.
Für das Schlussquartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 420 bis 450 Millionen Franken. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt VAT: Auftragseingang, Umsatz, Betriebsgewinn, Marge, Reingewinn und freier Cashflow sollen gegenüber 2025 steigen.
Für 2027 legt VAT die Messlatte nochmals höher. Statt der bisherigen Umsatzspanne von 1,5 bis 1,7 Milliarden Franken erwartet die Gruppe inzwischen einen Wert deutlich über 1,7 Milliarden Franken. Zusätzliche Produktionskapazitäten sollen das nächste Wachstumsjahr ermöglichen.