KGV empfiehlt Ja zu Wil West und Kantonsstrasse zum See
Text: pd/red
Das Projekt Wil West soll im Raum Wil ein neues Wirtschaftsgebiet für Gewerbe, Industrie und Dienstleistungen schaffen. Ziel ist es, dringend benötigte Entwicklungsflächen bereitzustellen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts St.Gallen langfristig zu sichern. Gleichzeitig rechnet der KGV mit der Schaffung mehrerer tausend qualifizierter Arbeitsplätze in der Region.
Ein zentrales Element von Wil West ist der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Vorgesehen sind eine direkte Anbindung an die A1 sowie leistungsfähige Lösungen für den öffentlichen Verkehr, den Langsamverkehr und den Gütertransport. Zur Kompensation der beanspruchten Landflächen sollen neue Fruchtfolgeflächen geschaffen werden. Zudem stärkt das Projekt die kantonsübergreifende Zusammenarbeit zwischen St.Gallen und Thurgau und fördert eine koordinierte Raumentwicklung. Der KGV fasste am 13. Januar 2026 einstimmig die Ja-Parole.
Ebenfalls unterstützt der Gewerbeverband die Kantonsstrasse zum See inklusive Anschluss Witen. Die Region Rorschach, Rorschacherberg und Goldach weist eine hohe Bevölkerungs- und Unternehmensdichte auf, ist verkehrstechnisch jedoch nur ungenügend erschlossen. Staus durch Durchgangsverkehr und Bahnquerungen belasten die Ortszentren regelmässig.
Mit dem neuen Strassenprojekt soll die Erreichbarkeit für Bevölkerung, Gewerbe, Industrie, Tourismus und Dienstleistungen verbessert und gleichzeitig die Ortszentren entlastet werden. Die direkte Anbindung an die A1 ermöglicht kürzere Transportwege und effizientere Lieferketten. Eine teilweise Verlegung des Strassennetzes in den Untergrund soll Landschaft und Anwohnende schonen und Emissionen reduzieren. Aus Sicht des KGV schafft das Projekt eine wichtige Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung, Verkehrssicherheit und Lebensqualität am Bodensee und in der Ostschweiz.
Unbestritten ist für den KGV auch der Neubau der Berufsschule Rapperswil-Jona. Eine separate Parole wurde dazu nicht gefasst, die Unterstützung gilt als selbstverständlich.