Kalifornisches Superhirn für die HSG
30.10.2018

Kalifornisches Superhirn für die HSG

Die Universität St.Gallen wird zum Forschungsstandort für Künstliche Intelligenz. Sie erhält als erste Schweizer Universität einen NVIDIA DGX-2 Supercomputer, der als die derzeit leistungsfähigste Rechenmaschine der Welt für moderne Verfahren der Künstlichen Intelligenz gilt.  

Die rund 200 kg schwere Hardware wird am Montag, 5. November, der HSG übergeben. Zu den Forschungsarbeiten, die mit der neuen Hardware weiter vertieft werden, gehört zum Beispiel die Analyse von tiefen Neuronen-Netzen, um diese robuster gegen Datenanomalien zu machen. Dies ist im Hinblick auf den Einsatz in Autonomen Systemen und der Interaktion mit uns Menschen von grosser Relevanz.

Ein Schwerpunkt der Arbeit von Damian Borth, Professor für Künstliche Intelligenz und Machine Learning an der HSG, ist der Analyse von grossen Mengen an unstrukturierten Daten wie Text, Bild, Video oder Zeitreihen mittels tiefer neuronaler Netze.

im rund 160 Kilo schweren System stecken zwei Platinen mit jeweils acht Tesla-V100-GPUs mit je 32 GByte HBM2-RAM. Jede der 16 GPUs kann mit einer anderen GPU mit einer Geschwindigkeit von 300 GByte/s kommunizieren.

Daer NVIDIA DGX-2 besitzt 81.920 Cuda-Rechenkerne, die eine Tensor-Core-Leistung von rund 2 Petaflops auf die Beine stellen. Anders ausgedrückt: In einem Serverraum, in dem bisher 300 Dual-CPU-Server in 15 Racks standen und 180 kW schluckten, muss jetzt nur noch ein DGX-2 Platz nehmen, der 60 Mal kleiner ist und mit 10 kW nur ein Achtzehntel deren Leistung aufnimmt.

Das System kostet "ab Stange" rund 400'000 US-Dollar.