12.06.2018

Jetzt Rehkitze retten

Öko-Heu-Flächen dürfen erst nach dem 15. Juni gemäht werden. Wildtiere nutzen diese Wiesen oft für das Verstecken ihrer neugeborenen Jungtiere, beispielsweise Rehe für ihre Kitze. In den nächsten Tagen werden diese Flächen nun gemäht. Daher ist es zwingend notwendig, dass die Öko-Heu-Flächen vorher nach versteckten Rehkitzen abgesucht werden, teilen die St.Galler Jäger mit.

Die Landwirtschaft muss einen Teil ihrer bewirtschafteten Flächen als ökologische Ausgleichsflächen ausscheiden. Dazu zählen auch Öko-Heu-Flächen, die in der Regel erst nach dem 15. Juni gemäht werden dürfen. Oft sind diese Flächen eigentliche Inseln in der sonst ausgemähten Landschaft. Dies schätzen auch Wildtiere, die solche Flächen gerne annehmen und ihre Jungtiere darin verstecken, beispielsweise Rehe ihre Kitze.

Auch wenn gerade Rehe ihre Kitze in der Regel Anfang bis Mitte Mai setzen, sind auch Mitte Juni noch viele Rehkitze im hohen Gras versteckt. Es ist deshalb zwingend, dass auch vor dem Mähen der Öko-Heu-Flächen die Wiesen nach Rehkitzen abgesucht werden. Die Jagdgesellschaften im Kanton St.Gallen bieten allen Landwirten ihre Unterstützung an. Damit die betroffenen Flächen verblendet und zeitgerecht abgesucht werden können, sind die Jäger aber auf eine rechtzeitige Kontaktnahme angewiesen. In diesem Sinne ruft RevierJagd St.Gallen, der Dachverband der St.Galler Jäger die Landwirte auf, sich vor dem 15. Juni mit der örtlichen Jagdgesellschaft in Verbindung zu setzen.

RevierJagd St.Gallen dankt der Landwirtschaft für die Zusammenarbeit und hofft, dass mit dem gemeinsamen Hege-Engagement unnötiges Tierleid verhindert werden kann. Zudem trägt die Hegeaktion auch dazu bei, dass möglichst keine Kadaver ins Futter gelangen, was tödliche Folgen für das Vieh haben kann.

revierjagd-sg.ch