09.07.2018

In Nachhaltigkeit investieren

Fünf bis sieben Billionen US Dollar fehlen gemäss UNO jährlich für die Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele. Damit ist klar: Ohne wesentlichen Beitrag des Privatsektors erreicht die internationale Gemeinschaft diese Ziele bis 2030 nicht. Die Weconnex AG entwickelt Geschäftsmodelle für die Erreichung dieser Ziele in Entwicklungsländern. Soeben komplettierte das St.Galler Start-up eine weitere Finanzierungsrunde für Projekte in Nepal und Madagaskar.

Schweizer Investoren glauben an das von Weconnex entwickelte «Nexus»-Konzept: Über eine halbe Million Franken fliessen neu in die Projekte – nicht als Spende, sondern als Investition. Damit werden Kleinbauern und Fischer in der nachhaltigen Produktion von Nahrungsmitteln unterstützt sowie an die nationalen Märkte angeschlossen. Im Unterschied zu klassischen Ansätzen beteiligt ein Nexus-Projekt alle involvierten Parteien über ein Genossenschaftsmodell. Das sorgt dafür, dass alle am gleichen Strick ziehen und Profite fair verteilt werden.

Entwicklung von ländlichen Regionen
Die Projekte kombinieren den Aufbau von Infrastruktur in ländlichen Gebieten mit geeigneten Geschäftsmodellen und streben ökologische, ökonomische und soziale Verbesserungen an. Weconnex ist damit Teil einer Bewegung, die Nachhaltigkeit auf allen drei Ebenen als Selbstverständlichkeit sieht – und damit die Erreichung der SDGs unterstützt. Denn: Technologien und Wissen sind vorhanden, Konferenzen fanden statt, Netzwerke wurden organisiert und Konzepte präsentiert. Jetzt zählen Taten. Darauf konzentriert sich das Ostschweizer Start-up.

Madagaskar: Zusammenarbeit von WWF und Weconnex sorgt für neue Dynamik
In Madagaskar investiert Weconnex in Infrastruktur für lokale Fischer und integriert einen Teil der Wertschöpfungskette. In sogenannten Nexus-Centern verarbeiten und kühlen Lokale die Fischereiprodukte. Ein Logistiksystem mit Kühlkette stellt sicher, dass die Produkte auch während dem Transport frisch bleiben und am Markt in grösserer Menge verkauft werden können.

Damit wird einerseits das Einkommen der Fischer stabilisiert und langfristig erhöht, andererseits die Fischerei über einen Marktmechanismus reguliert. Die Fischer sind zusammen mit Weconnex und den Investoren Eigentümer der Nexus Madagaskar Company (Nemaco). Diese setzt das Projekt um, kauft die Fische den Fischern ab und verkauft sie weiter. Hilfsorganisationen wie der WWF als strategische Partner stellen ihr Wissen rund um den Naturschutz zur Verfügung und erhalten dafür erstmals einen marktbasierten Hebel, Richtlinien zur nachhaltigen Fischerei durchzusetzen. Die Nemaco stellt über die Nexus-Center zudem sauberes Trinkwasser sowie Solarstrom für die Bevölkerung zur Verfügung.

Nepal: Fokus auf Kleinbauern
In Nepal konzentriert sich das Nexus-Projekt auf die Zusammenarbeit mit Kleinbauern. Die bestehenden 15 Nexus-Center verkaufen weiterhin Trinkwasser zu fairen Preisen, werden nun aber erweitert mit Angeboten für eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft.

Über die Weconnex: AG
Weconnex entwickelt seit 2015 Geschäftsmodelle und Projekte für die Erreichung der UNO-Nachhaltigkeitsziele. Das St.Galler Start-up setzt das eigene Nexus-Konzept in Entwicklungsländern um. Ziel ist die nachhaltige Entwicklung von ländlichen Regionen. Nexus basiert auf der Überzeugung, dass in der Entwicklungszusammenarbeit nicht nur Technologien (z. B. für Trinkwasseraufbereitung) exportiert werden müssen, sondern vor allem skalierbare Geschäftsmodelle für den Betrieb dieser Technologien.

weconnex.org