IHK fordert «zukunftsgerichtete, konstruktive Politik»
18.11.2019

IHK fordert «zukunftsgerichtete, konstruktive Politik»

Mit der deutlichen Annahme der drei kantonalen bildungsrelevanten Vorlagen hat die Bevölkerung des Kantons St.Gallen ein starkes Zeichen für den Bildungsstandort Ostschweiz gesetzt. Nun steht Arbeit an. Das gilt auch für die beiden wiedergewählten St.Galler Ständeräte Benedikt Würth und Paul Rechsteiner. Von diesen fordert die IHK St.Gallen-Appenzell eine zukunftsgerichtete, konstruktive Politik für einen starken Wirtschaftsstandort Ostschweiz.

Die Industrie- und Handelskammer St.Gallen-Appenzell (IHK) nimmt die Zustimmung zu den drei kantonalen bildungsrelevanten Vorlagen von jeweils rund 80% erfreut zur Kenntnis. Im Sinne der IHK-Zukunftsagenda hatte der Vorstand die Ja-Parole zu allen drei Vorlagen gefasst.

Wichtiger Schritt zur kompetenzorientierten Fachhochschule
Der IHK ist es ein Anliegen, dass die drei Ostschweizer Fachhochschulen – ausgelöst durch eidgenössische Vorgaben – zeitgerecht und kompetenzorientiert restrukturiert werden. Das deutliche Ja zum Beitritt des Kantons St.Gallen zur «Vereinbarung über die Ost – Ostschweizer Fachhochschule» ist deshalb erfreulich. Die Zusammenführung der drei Fachhochschulen kann nun nach erfolgreicher Urnenabstimmung vollzogen werden.

Reorganisation auch bei den Berufsfachschulen notwendig
Mit dem klaren Ja zu den beiden Bauvorlagen hat die St.Galler Bevölkerung ein weiteres Zeichen für eine starke Berufsbildung gesetzt: Der Campus Wattwil kann nun erstellt sowie das Gewerbliche Berufs- und Weiterbildungszentrums St. Gallen an der Demutstrasse erneuert werden. Im Wissen, wie wichtig die Berufsbildung im Erfolgsmodell unserer dualen Bildung ist, haben zeitgerechte Infrastrukturen zentrale Bedeutung. Doch sie bilden nur die Basis, wie IHK-Direktor Markus Bänziger betont: «Die IHK will die Berufsbildung nachhaltig weiterentwickeln.» Der Wirtschaftsverband bleibt deshalb bei seiner Forderung nach einer Reorganisation der Berufsschulen. «Unser Ziel ist, dass die Berufsschulen zu Kompetenzzentren der verschiedenen Branchen respektive Berufsfeldern werden», so Bänziger.

Bewegung im Altersvorsorge- und EU-Dossier gefordert
Beim zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen kam leider keine rein bürgerliche St.Galler Vertretung in Bundesbern zustande. Die IHK St.Gallen-Appenzell gratuliert den beiden bisherigen Ständeräten Benedikt Würth (CVP) und Paul Rechsteiner (SP) zur Wiederwahl. Nun wartet die Arbeit. Von den wiedergewählten Standesvertretern fordert die IHK eine zukunftsgerichtete, konstruktive Politik für einen starken Wirtschaftsstandort Ostschweiz. Die IHK erwartet zudem, dass Themen wie die Altersvorsorge und die Beziehungen zur EU dringend angepackt werden. Die Schweizer Wirtschaft, insbesondere die in der Ostschweiz stark verankerte Exportindustrie, ist auf einen rechtssicheren und tragfähigen Zugang zum wichtigsten Absatzmarkt Europa angewiesen.