Hummler und Binswanger über den Wert der Kultur
Text: pd/stz.
«Passionen, die sich lohnen? Zur Ökonomie privater Kulturproduktion» lautete das Thema der neunten Ausgabe des Gesprächsformats. Im Zentrum stand das Spannungsfeld zwischen dem gesellschaftlichen Wert der Kultur und ihrer Finanzierung: Welche Rolle spielen private Förderer und öffentliche Zuschüsse, und wie funktioniert Kulturwirtschaft in der Praxis?
Mit Konrad Hummler war ein Gast dabei, der unternehmerisches Denken und kulturelles Engagement seit vielen Jahren verbindet. Als Mitinitiator und Stiftungsratspräsident der J. S. Bach-Stiftung setzt er sich dafür ein, das gesamte Vokalwerk Johann Sebastian Bachs aufzuführen und für kommende Generationen festzuhalten.
Die erste Kantatenaufführung des Projekts fand 2006 statt. Werkeinführungen, Konzerte und Reflexionen werden aufgezeichnet und über Bachipedia weltweit kostenlos zugänglich gemacht. Die Gesamtaufführung wird ausschliesslich privat finanziert.
Damit erhielt die Frage nach dem Ertrag einer Leidenschaft einen konkreten Bezug zur Ostschweiz: zum langfristigen Aufbau eines kulturellen Angebots, dessen Nutzen über finanzielle Kennzahlen hinausreicht.
Unterstützt wurde der Anlass von Cronberg mit Alessandro Sgro, Gate Productions mit Tibor Lörincz sowie LEADER als Medienpartner.
Die nächste Aufzeichnung von «Wirtschaft in der Wirtschaft» findet am 10. November 2026 in St.Gallen statt. Dann lautet die Frage: «Verursacht die Demografie einen Generationenkonflikt?» Im Mittelpunkt stehen die Alterung der Gesellschaft, die Finanzierung der Renten und der Wunsch nach mehr Teilzeitarbeit.
Tickets und Informationen zur nächsten Ausgabe: wirtschaft-in-der-wirtschaft.ch.
