Gemeinsam gegen das Gärtli-Denken in der Ostschweiz
26.06.2019

Gemeinsam gegen das Gärtli-Denken in der Ostschweiz

Die Präsidenten der Industrie- und Handelskammern Thurgau, Christian Neuweiler, und St.Gallen-Appenzell, Roland Ledergerber, wollen weiterhin eng zusammenarbeiten und die Ostschweiz weiterbringen. Ein Text aus der aktuellen LEADER-Ausgabe von Philipp Landmark.

Vor zwei Jahren schrieb der Ostschweiz-Korrespondent der NZZ «die Ostschweiz befindet sich im Dämmerzustand» Der Landesteil komme nicht vom Fleck, sei politisch marginalisiert, ihm drohe Überalterung. Sind wir inzwischen aufgewacht?

Roland Ledergerber: In dieser Härte ist diese Darstellung übertrieben, die Diagnose ist aber nicht komplett falsch. Auf der einen Seite wäre in der Politik tatsächlich mehr möglich und mehr nötig, um sich in Bundesbern Gehör zu verschaffen. Wenn ich auf der anderen Seite in meinem Tagesgeschäft sehe, wie sich die Ostschweizer Firmen bewegen, dann ist «Dämmerschlaf» komplett verkehrt.

Das heisst, die Ostschweizer Wirtschaft kann mit dem Rest des Landes mithalten?

Ledergerber: Wir haben unterschiedliche Wirtschaftsstrukturen. In der Ostschweiz haben wir keine Branchen mit hoher Wertschöpfung wie beispielsweise Luxusgüter oder Pharma, wir haben eine traditionelle Maschinenindustrie. Wenn wir da die Entwicklung der Exporte anschauen, liegen wir sehr gut.

Christian Neuweiler: Ich komme aus der Maschinenindustrie, diese Branche ist sehr zyklisch und exportabhängig, und in den letzten Jahren hatten wir gerade mit dem Euro-Kurs grosse Probleme. Ich teile Roland Ledergerbers Meinung: Unsere Industrie hat sich gut gewehrt, ist fit und absolut gut aufgestellt. Momentan erleben wir ein Hoch in der Industrie.

War der Euro-Schock also eine Art Fitness-Kur?

Neuweiler: Eher eine Frage des Überlebens. Ob das nun schon vorbei ist, wissen wir nicht. Klar kann man als Unternehmer irgendwie reagieren, aber etliche Rahmenbedingungen kann man nicht ändern.

Ledergerber: Am 15. Januar 2015 war es natürlich fatal, dass die Kursdifferenz innerhalb eines Tages einen Sprung von 20 Prozent machte. So etwas kann man fast nicht verkraften. Aber grundsätzlich glaube ich, dass eine starke Währung für uns langfristig gut ist. Sie zwingt die Unternehmen, besser, schneller und innovativer zu werden.

Für die Ostschweiz ist das aber anspruchsvoller als für andere.

Neuweiler: Ja, weil wir eben einen hohen Industrieanteil haben, im Thurgau macht das mehr als einen Drittel aus. Und vergessen wir nicht, dass etwa die Dienstleistungsbranche zu einem erheblichen Teil auch von der Industrie abhängig ist.

Schätzen wir die Industrie zu wenig?

Neuweiler: Wir reden zu wenig über unsere Leistungen, stellen uns zu wenig in den Vordergrund. Das gilt für uns Thurgauer noch mehr als für St.Galler. Ich mache mir aber Sorgen, dass wir bei neuen Technologien den Anschluss verpassen könnten. Wir haben sehr tiefe Quoten von Hochschul- und Fachhochschulabgängern im Bereich IT. Da müssen wir uns schon fragen, wie wir einen hohen Innovationsgrad erreichen können. Deshalb sind Initiativen, wie sie die IHK St.Gallen-Appenzell gemacht hat, sehr wertvoll.

Anlässlich des Jubiläums der IHK St.Gallen-Appenzell wurde eine Studie finanziert, die aufzeigte, wie ein IT-Institut an der Universität St.Gallen eingerichtet werden kann.

Neuweiler: Die HSG ist ein Leuchtturm für die Ostschweiz, auch für den Thurgau.

In St.Gallen wurde mit der Studie die IT-Bildungsoffensive angestossen, das Vorhaben wurde viel grösser als ursprünglich gedacht.

Ledergerber: Wenn wir langfristig überleben wollen, müssen wir die digitalen Kompetenzen fördern. Deshalb haben wir die Schenkung von 200 000 Franken für die Studie gemacht. Wir hatten übrigens damals schon die Idee, dass nicht alleine die HSG die Digitalisierung vorantreiben soll, sondern auch die Fachhochschulen und die Berufsausbildung.

Lässt sich der Thurgau davon inspirieren?

Neuweiler: Wir wollen im Thurgau auch etwas schaffen und vermutlich im Raum Kreuzlingen-Konstanz ein Institut ansiedeln, das die Ausbildung sicher stellt, angewandte Forschung und Entwicklung betreibt, aber auch attraktiv für Start-up-Ansiedlungen ist.

Wer ist «wir»?

Neuweiler: Der Thurgauer Regierungsrat hat die IHK Thurgau und den Verein Smarter Thurgau damit beauftragt, bis im Herbst ein Grobkonzept für einen Digital Campus zu erstellen.

Wollen Sie mit der Uni Konstanz zusammenspannen?

Neuweiler: Das könnte auch im Rahmen der Fachhochschule Ostschweiz geschehen. Wir wollen das nicht in Konkurrenz zu St.Gallen, sondern als Ergänzung machen. Aber wir wollen es machen, weil wir den Eindruck haben, dass wir sonst die Digitalisierung verpassen.

Ledergerber: Wenn der Thurgau nun etwas Ähnliches macht, wäre das super. Richtig hervorragend wäre es aber, wenn man das zusammen machen würde. Wenn wir das Gemeinsame betonen, befruchtet uns das alle.

Neuweiler: Die Ostschweiz ist in mancherlei Hinsicht Mittelmass. Um da auszubrechen, müssen wir Investitionen wagen. Im Thurgau sind wir ja in der glücklichen Lage, dass wir noch die Millionen vom Börsengang der Thurgauer Kantonalbank bunkern. Das Geld hat man behalten, weil man nicht wollte, dass es mit der Giesskanne an alle möglichen Gruppierungen verteilt wird. Darum könnte man ein Digitalisierungsprojekt gut finanzieren.

Die IT-Bildungsoffensive läuft in der Hoheit des Kantons St.Gallen. Müsste man den Thurgau da anhängen?

Neuweiler: Gemeinsam kann bedeuten, dass wir koordiniert vorgehen und nicht sogar gegeneinander agieren.

Bringen die beiden IHK die Politik dazu, koordiniert vorzugehen?

Ledergerber: Wir haben mit der Fachhochschule Ostschweiz eine gemeinsame Plattform, deshalb würde es sich geradezu aufdrängen, dass man die Thurgauer Initiative auf die eine oder andere Art dort platzieren würde.

Die Fachhochschule Ost hat in St.Gallen, Rapperswil und Buchs drei Standorte auf St.Galler Boden. Mit Kreuzlingen bringen Sie nun einen vierten Standort ins Spiel.

Neuweiler: Ich möchte mich jetzt nicht auf einen Standort Kreuzlingen festlegen. Aber es gibt auch Überlegungen, bestehende Kooperationen mit der Universität Konstanz auszubauen. Auf jeden Fall werden wir sicher nicht eine eigene Fachhochschule aufbauen. Ohne dem noch zu erarbeitenden Konzept vorgreifen zu wollen: Im Rahmen der Fachhochschule Ost etwas zu machen wäre vermutlich sehr interessant. Zurzeit sind wir noch in der Kreativ-Phase und sammeln möglichst viele Ideen.

Bis die gemeinsame Struktur für die Fachhochschule Ost gefunden war, hat es etwas geknarrt im Gebälk. Allerdings gab es Druck vom Bund, man musste sich finden. Ist die jetzige Konstruktion nun stimmig?

Neuweiler: Manchmal spielen sich solche Reorganisationen in einem etwas kleinkarierten Rahmen ab. Wenn man den längerfristigen Fokus im Auge hat, kann man konstatieren: Die Entwicklung ist gut. Aber natürlich gab es im Thurgau Stimmen, die nicht eine Schule in Rapperswil subventionieren wollten. Ich finde, wenn wir die Ostschweiz entwickeln wollen, müssen wir grosszügig denken, sonst kommen wir nie auf einen grünen Zweig.

Dieses grosszügige Denken findet man nicht überall im Thurgau. Es gibt eine gewisse Skepsis gegenüber dem grösseren Nachbarn, weil die St.Galler gerne vorpreschen und von sich als Ostschweiz sprechen.

Neuweiler: Ja, diese Befindlichkeiten gibt es. Aber wir werden uns immer wieder darum bemühen, dass man sich findet. Auch mit gemeinsamen Anlässen der beiden IHK, damit wir uns austauschen können.

Ledergerber: Der Trend ist klar: Die Anforderungen an die Fachhochschulen werden steigen. Jedes Unternehmen in dieser Situation wird sich fokussierten und seine Energie bündeln. Die Fachhochschule Ostschweiz versucht, genau das zu machen. Klar, dadurch gab es ein paar Reibereien, trotzdem kann ich nur doppelt unterstreichen, was Christian Neuweiler gesagt hat: Langfristig ist das der richtige Weg. Wir müssen nun darauf achten, dass wir mehr das Verbindende betonen und weniger das Trennende. Diese Grösse müssen nun alle aufbringen. Uns geht es besser, wenn es den Thurgauern besser geht, und den Thurgauern geht es besser, wenn es uns besser geht.

Die beiden IHK haben das nicht erst heute erkannt.

Ledergerber: Deshalb versuchen wir, wo immer es geht, zusammen zu arbeiten.

Sie könnten ja zu einer IHK Ostschweiz fusionieren, das hätte Signalwirkung! Ist das denkbar?

Neuweiler: Nein, weil jeder Kanton auch gewisse innenpolitische Fragen hat und wir in Wirtschaftsfragen ein wichtiger Gesprächspartner der Kantonsregierung sind. Da müssen wir angepasste Strukturen haben. Wir haben einen relativ grossen Vorstand mit 22 Mitgliedern. Dadurch haben wir einen ziemlich guten Querschnitt durch die Thurgauer Wirtschaft am Tisch, wenn wir uns mit der Regierung treffen. Es käme nicht gut an, wenn wir der St.Galler Regierung Ratschläge erteilen oder St.Galler IHK-Vertreter der Thurgauer Regierung Forderungen präsentieren. Aber es ist wichtig, dass wir bei Themen, die für die ganze Ostschweiz relevant sind, zusammen arbeiten.

Ledergerber: Hier geht es um die Aussenwirkung. Wenn wir gegenüber Bern kommunizieren, müssen wir geeint auftreten. Wir haben im Rahmen von Zukunft Ostschweiz einen Masterplan für die Ostschweiz definiert: Es gibt eine Reihe von Schlüsselprojekten, die für die ganze Ostschweiz wichtig sind, diese müssen wir gemeinsam vertreten. Um hingegen Wirkung nach innen zu erzielen, sind die kantonalen Strukturen passend, weil man auch auf der persönlichen Ebene viel mehr bewirken kann.

Wo wäre es wünschbar, dass Kantonsgrenzen überwunden werden, dass Gärtli aufgelöst werden?

Ledergerber: Ein Thema ist sicher das ganze Spitalwesen. Hier müssen wir grossflächiger denken als man es in der Vergangenheit getan hat.

Die IHK St.Gallen-Appenzell hatte einst funktionale Räume definiert und einen Gesundheitskanton Ostschweiz gefordert. Nun wird die Spitalstruktur in St.Gallen notfallmässig operiert – streng innerhalb der Kantonsgrenzen. Es gibt keine Zusammenarbeit mit den beiden Appenzell, mit Liechtenstein, mit Zürich und Schwyz und auch nicht mit dem Thurgau.

Ledergerber: Im Moment sieht es so aus; ich gehe dennoch davon aus, dass Gespräche über die Kantonsgrenzen hinaus stattfinden. Jedenfalls haben wir uns vor fünf Jahren sehr intensiv mit der Spitalstrategie in St.Gallen auseinandergesetzt. Grösster Treiber waren schon damals nicht die Kosten, sondern es ging um die Qualität. Die Gesellschaft wird immer älter, wir werden zunehmend Fälle von Polymorbidität sehen, also Menschen, die aufgrund ihres hohen Alters gleich mehrere Krankheiten haben. Das bedingt eine immer höhere Spezialisierung. In den heutigen Strukturen können wir die geforderte Qualität in wenigen Jahren nicht mehr sicher stellen. Jetzt braucht es einen grossen politischen Effort, um die Bevölkerung vom neuen Kurs zu überzeugen.

Neuweiler: Im Thurgau sind wir da sicher voraus, wir haben ja sehr früh die Spital Thurgau AG gegründet, wir haben im Thurgau aber auch nicht die schwierige Topografie von St.Gallen. Klar, wenn wir rein ökonomisch gedacht hätten, dann hätten wir nicht die Spitäler in Frauenfeld und in Münsterlingen ausgebaut, sondern ein neues Spital in Weinfelden gebaut. Das wäre aber politisch nicht machbar gewesen.

Die IHK St.Gallen-Appenzell hatte mit einer eigenen Studie Spitalschliessungen postuliert. Heute gibt Ihnen manch einer Recht, der das vor einigen Jahren nicht hören wollte.

Ledergerber: Etwas selbstkritisch könnte man sagen, dass wir etwas spät dran waren. Aber immerhin hatten wir es versucht. Nun, was der Spitalverwaltungsrat jetzt auf den Tisch gelegt hat, entspricht ja weitgehend dem, was wir damals vorgeschlagen haben.

Wenn man in der Ostschweiz eine Metropolitanraum auf die Landkarte zeichnen will, stellt sich ein erheblicher Teil des Thurgaus quer, weil man sich eher nach Zürich und Winterthur orientiert. Deshalb redet man nun von einem kleineren Gebilde «St.Gallen–Bodensee–Rheintal», St.Gallen gibt sich also mit nur einer Prise Thurgau zufrieden.

Ledergerber: Der «Metropolitanraum» ist ein unglücklicher Name. Das suggeriert London, New York, Singapur … Der Begriff kommt aus dem Raumkonzept Schweiz, und deshalb ist der Metropolitanraum die Währung in Bern. Wenn Mittel für Infrastrukturprojekte, beispielsweise im Verkehr, gesprochen werden, dann muss man ein Metropolitanraum sein, um vernünftig berücksichtigt zu werden. Mit den Kantonsgrenzen hat das wenig zu tun. Das Linthgebiet etwa gehört ja auch nicht zum Metropolitanraum St.Gallen. Es muss also auch nicht zwingend der ganze Thurgau bei einem St.Galler Metropolitanraum dabei sein. Der wirtschaftlich auf St.Gallen ausgerichtete Oberthurgau gehört aber sicher dazu. Gespräche laufen zudem auch mit dem Fürstentum Liechtenstein und mit dem Land Vorarlberg.

Sie wollen also rasch eine Zweckgemeinschaft definieren, um in Bern sichtbar zu sein.

Ledergerber: Es gibt eine Bühne in Bern, auf der das Stück «Metropolitanraum» gegeben wird, und es gibt eine Bühne in der Ostschweiz, die nach innen wirken soll, und da geben wir die «Zukunftsagenda».

Es bedarf immer einer grossen Anstrengung, wenn in der Ostschweiz gemeinsam etwas auf die Beine gestellt werden soll. Sind wir zu sehr Eigenbrötler – oder erkennen wir die Vorteile nicht?

Neuweiler: Eigenbrötlerisch sind wir sicher nicht.

Ledergerber: Wenn wir in der Ostschweiz zu wenig zusammenarbeiten, dann sicher nicht auf der Ebene der IHK, sondern auf politischer Ebene.

Neuweiler: Die Thurgauer Regierung hat sich gegen einen Metropolitanraum Ostschweiz ausgesprochen. Wir als IHK Thurgau werden nun nicht versuchen, das umzukrempeln, das würde viel zu viel Energie verschwenden. Ich glaube, man sollte dort Energie einsetzen, wo man etwas bewegen kann. Also warten wir jetzt mal die Erfahrungen des kleineren Metropolitanraums ab, und vielleicht will in einigen Jahren ja der ganze Kanton Thurgau mitmachen.

Mitmachen wollten die Kantone Thurgau und St.Gallen im Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk Schweizer Innovationspark – mit jeweils eigenen Projekten für einen Standort, die scheiterten. Nun macht St.Gallen einen dritten Anlauf, und Empa-Direktor Gian-Luca Bona spricht von einem «Vorhaben mit Ostschweizer Ausstrahlung». Sieht man das im Thurgau auch so?

Neuweiler: Nach dem Übungsabbruch in Frauenfeld hat man das Startnetzwerk Thurgau gegründet, um Jungunternehmer zu fördern, allerdings nicht in einem Technopark-ähnlichen Gebilde. Das hat zur Folge, dass wir im Thurgau etliche gute Start-ups im gewerblichen Bereich haben, aber keinerlei Spin-offs von Universitäten oder Fachhochschulen.

Ledergerber: Schauen wir mal das Big Picture an: Die Schweiz kann nicht billiger sein, sie kann nur besser sein. Das heisst: Wir müssen Innovation betreiben. Deshalb lautet einer der Schwerpunkte der beiden IHK «Förderung eines Innovations-freundlichen Umfelds». Machtentscheidend ist auch der «War for Talents». Wenn wir Institute und Einrichtungen haben, die innovativ sind, Spin-offs einer Empa oder einer Uni St.Gallen etwa, dann ziehen diese weitere sehr gute Leute an. So entsteht ein Sog, es bildet sich ein Ökosystem. Das brauchen wir, wenn wir nicht wollen, dass alle Talente irgendwo sonst hinziehen. Aus diesen Überlegungen heraus sind wir überzeugt, dass ein Innovationspark für uns strategisch sehr bedeutsam ist. Deshalb setzen wir darauf, dass die St.Galler Regierung alles dafür tut, um es in diesem Anlauf zu schaffen. Seitens IHK unterstützen wir diese Efforts gerne.

Neuweiler: Als Vorbereitung auf unser letztes Treffen mit der Thurgauer Regierung haben wir einen Film gemacht: Wir haben in den Technoparks Winterthur und Zürich Leute in IT-Start-ups gefragt, was passieren müsste, dass sie in den Thurgau kommen. Ganz wichtig ist ihnen die wissenschaftliche Anbindung an eine Universität, an eine Fachhochschule. Ein zweiter Punkt ist die Community, die ein Nukleus wie ein Technopark bieten kann. Wenn wir also die Digitalisierung fördern wollen, müssen wir solche Strukturen anbieten. Darum begrüssen wir auch den geplanten Technopark in St.Gallen. Darüber hinaus würde es in der Ostschweiz einen weiteren Nukleus im Thurgau vertragen.

Ledergerber: Die Digitalisierung wird noch zunehmen. Deshalb ist es ganz entscheidend, dass wir in der Ostschweiz zusammen arbeiten und gute Voraussetzungen schaffen. Ein Beispiel ist das Startfeld in St.Gallen, da ist bereits eine Community entstanden, da arbeiten Leute, die sich gegenseitig befruchten. Wenn die davon ihren Studienkollegen erzählen, finden die das auch cool und kommen auch. So entsteht etwas.

Text: Philipp Landmark
Bild: Marlies Thurnheer