Ostschweiz

Drei Ostschweizer Unternehmen sind für «Entrepreneur Of The Year» im Rennen

Drei Ostschweizer Unternehmen sind für «Entrepreneur Of The Year» im Rennen
Die Ofinto-Gründer Christian Stiefel und Jonas Romer
Lesezeit: 3 Minuten

Der EY Entrepreneur Of The Year Switzerland geht mit einer starken Kohorte ins Jahr 2026: 70 Unternehmer aus 57 Unternehmen sind für die diesjährige Ausgabe nominiert. Gemeinsam erwirtschaften die Unternehmen einen Umsatz von 1,64 Milliarden Franken. Aus der Ostschweiz sind Ofinto aus Gossau, Frontify aus St.Gallen und Dieci aus Rapperswil-Jona dabei.

Text: stz.

Die Schweizer Unternehmerlandschaft zeigt sich auch in unsicheren Zeiten dynamisch. Für den EY Entrepreneur Of The Year Switzerland 2026 wurden 70 Unternehmer aus 57 Unternehmen ausgewählt. Sie stehen für Wachstum, Innovationskraft, Unternehmertum und wirtschaftliche Wirkung in unterschiedlichen Branchen und Unternehmensphasen.

Die Kohorte 2026 ist in drei Kategorien gegliedert: «Scale-up Leaders» für wachstumsstarke Unternehmen im Alter von zwei bis acht Jahren, «Visionary Entrepreneurs» für etablierte Unternehmen mit mindestens acht Jahren Marktpräsenz sowie «Entrepreneurs in Family Business» für Familienunternehmen ab der dritten Generation. Insgesamt umfasst die Auswahl 40 Scale-up Leaders, 25 Visionary Entrepreneurs und 5 Unternehmer aus Familienunternehmen.

Besonders bemerkenswert ist auch die Breite der diesjährigen Kohorte. Die 57 Unternehmen erzielen zusammen einen Umsatz von 1,64 Milliarden Franken. Zudem sind 15 Frauen vertreten, was laut EY einer Verdoppelung gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2025 entspricht.

Frontify-CEO Roger Dudler
Frontify-CEO Roger Dudler

Drei St.Galler Unternehmen im Rennen

Aus Ostschweizer Sicht besonders interessant sind drei Unternehmen aus dem Kanton St.Gallen: Ofinto, Frontify und Dieci. Sie zeigen exemplarisch, wie unterschiedlich Unternehmertum in der Region aussehen kann: vom wachstumsstarken Büroausstatter über eine international ausgerichtete Softwarefirma bis zum etablierten Gastronomieunternehmen.

In der Kategorie «Scale-up Leaders» ist Ofinto vertreten. Das Unternehmen mit Sitz in Gossau SG entwickelt und vertreibt ergonomische Büromöbel und steht für einen direkten, digital geprägten Zugang zum Markt. Für EY treten Jonas Romer, Co-Founder und CMO/CTO, sowie Christian Stiefel, Co-Founder und COO, an. Ofinto ist in der EY-Unterlage in der Region «East» aufgeführt und gehört zur Kategorie der wachstumsstarken Unternehmen. Der Firmensitz in Gossau SG wird im Impressum des Unternehmens ausgewiesen.

Frontify aus St.Gallen ist in der Kategorie «Visionary Entrepreneurs» vertreten. Gründer und CEO Roger Dudler steht für ein Unternehmen, das sich im internationalen Brand-Management- und Digital-Asset-Management-Markt etabliert hat. Frontify hat seinen Hauptsitz in St.Gallen und weitere Standorte in London und New York City. In der EY-Kohorte ist Frontify der Region «East» zugeordnet.

Ebenfalls in der Kategorie «Visionary Entrepreneurs» ist Dieci vertreten. Gründer Rocco Delli Colli steht für ein Unternehmen, das aus der Schweiz heraus eine bekannte Gastronomiemarke aufgebaut hat. Die Dieci AG hat ihren Verwaltungssitz in Rapperswil-Jona.

Auch interessant

Ostschweiz im nationalen Rampenlicht
Schwerpunkt Ausgezeichnet – und dann?

Ostschweiz im nationalen Rampenlicht

Fengler wird «Visionary Entrepreneur 2025»
St.Gallen

Fengler wird «Visionary Entrepreneur 2025»

Drei Ostschweizer Unternehmer unter den «Entrepreneur Of The Year 2025»-Kandidaten
Ostschweiz

Drei Ostschweizer Unternehmer unter den «Entrepreneur Of The Year 2025»-Kandidaten

Dieci-Gründer Rocco Delli Colli
Dieci-Gründer Rocco Delli Colli

Ostschweizer Unternehmertum in verschiedenen Facetten

Die drei St.Galler Unternehmen decken sehr unterschiedliche unternehmerische Felder ab. Ofinto steht für E-Commerce, Arbeitsplatzgestaltung und ergonomische Büroinfrastruktur. Frontify zeigt, wie aus St.Gallen heraus ein international tätiges Softwareunternehmen wachsen kann. Dieci wiederum ist ein Beispiel für langfristige Markenentwicklung, Unternehmergeist und Skalierung im Gastronomieumfeld.

Damit spiegelt der Ostschweizer Beitrag zur EY-Kohorte 2026 eine Stärke der Region: Unternehmertum entsteht hier nicht nur in klassischen Industriebereichen, sondern auch in Software, digitalen Geschäftsmodellen, Konsumgütern und Dienstleistungen. Gemeinsam ist den drei Unternehmen, dass sie über die Region hinaus Wirkung entfalten. 

Schweizweite Auswahl mit Rekordcharakter

Die EY-Kohorte 2026 umfasst insgesamt 70 Unternehmer und 57 Unternehmen. Damit liegt die Zahl der Nominierten laut EY 35 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2025. Die Unternehmen stammen aus der Romandie, Zürich, dem Tessin, der Ostschweiz und weiteren Schweizer Regionen. Die stärksten Regionen sind in der Unterlage mit Suisse romande, Zürich und Tessin ausgewiesen.

Die Kategorien zeigen, dass EY bewusst unterschiedliche unternehmerische Realitäten abbildet. Bei den Scale-up Leaders geht es um junge, wachstumsstarke Unternehmen mit zwei bis acht Jahren Marktpräsenz und mindestens einer Million Franken Umsatz oder mindestens fünf Millionen Franken Finanzierung. Visionary Entrepreneurs sind etablierte Unternehmen mit mindestens acht Jahren Bestehen und mindestens zehn Millionen Franken Umsatz. Die Kategorie Entrepreneurs in Family Business umfasst Familienunternehmen ab der dritten Generation mit mindestens zehn Millionen Franken Umsatz.

Auch interessant

19 der 500 grössten Familienunternehmen sind in der Schweiz ansässig
Thurgau

19 der 500 grössten Familienunternehmen sind in der Schweiz ansässig

St.Galler wird neuer Verwaltungsratspräsident von EY Schweiz
St.Gallen

St.Galler wird neuer Verwaltungsratspräsident von EY Schweiz

Thurgauer Unternehmer im Finale des «Entrepreneurs Of The Year»
Thurgau

Thurgauer Unternehmer im Finale des «Entrepreneurs Of The Year»