02.02.2018

Das Ostschweizer Wimmelbuch ist da

Was vor genau 300 Tagen als Crowdfunding begann, ist heute im Rahmen einer Buchvernissage im St.Galler Kinderspielpark Bambolino feierlich präsentiert worden: Mit „Ostschwiz üses Wimmelbuech” hat nun auch die Ostschweiz ein eigenes Wimmelbuch für Gross und Klein.

Wer mit dem Begriff Wimmelbuch nichts anfangen kann, dem sagt vielleicht „Wo ist Walter” mehr: Diese wohl bekanntesten Editionen stammen vom britischen Illustrator Martin Handford. Gemeinsam ist allen Wimmelbüchern, dass es auf grossformatigen, meist doppelseitigen Illustrationen von Details nur so „wimmelt“. Innerhalb eines Bildes werden so Dutzende von Alltagsszenen dargestellt.

Die Idee für eine Ostschweiz als Wimmellandschaft stammt von Stefan Keller (*1984). Vor drei Jahren suchte der Niederbürer in Dresden nach einem Mitbringsel für seine damals eineinhalbjährige Tochter und fand per Zufall ein solches Buch mit Motiven aus Ostdeutschland – und war begeistert.

Für die Ostschweiz gab es zu diesem Zeitpunkt kein Wimmelbuch. Also konzipierte Stefan Keller kurzum eines, denn die Ostschweiz biete mit dem Appenzellerland, dem Bodensee, dem Rheinfall, der Olma, dem Toggenburg und vielem mehr eine wunderbare Bühne, „die es wert ist, in einem Buch festgehalten zu werden“, so Keller. Mit Philip Kerschbaum, einem ehemaligen Klassenkameraden, fand Keller einen Designprofi, der es verstand, das Konzept zu verfeinern und das Projekt in die Realität umzusetzen.

Um Gestaltung, Druck (selbstverständlich in der Ostschweiz), Veredelung und Vertrieb zu finanzieren, wurde ein Crowdfunding ins Leben gerufen, mit dem es innert 100 Tagen gelang, 125'000 Franken von Privaten, Firmen und Institutionen zu sammeln.

 Das Buch – eine Ostschweizer Reise durch vier Jahreszeiten auf acht Doppelseiten – an Weihnachten 2017 auspacken zu können: So lautete Stefan Kellers Projektvision. Dieser ambitionierte Endtermin verlangte allen Beteiligten viel ab. Ein grosser Dank für die unermüdliche Mitwirkung bei der pünktlichen Realisation geht deshalb von Keller an den Designverantwortlichen Philip Kerschbaum, den weiteren Illustratoren Jonathan Németh und Daniel Peter sowie an Niedermann Druck und an die Buchbinderei Burkhardt für die termingerechte, einwandfreie Produktion.

Von der von Hand nummerierten Erstauflage existieren 1'000 Stück, die zu einem grossen Teil an die Partner und Crowdfunding-Beteiligten gingen. Restliche Exemplare können unter www.ostschwiz.ch für 99 Franken bestellt werden. Sobald die erste Auflage vergriffen ist, plant Stefan Keller die Produktion einer zweiten.

 Alle Informationen rund um das erste und einzige Ostschweizer Wimmelbuch gibt’s immer aktuell auf Facebook: www.facebook.com/wimmelbuech 

www.ostschwiz.ch