Appenzeller Kantone untersuchen Fliessgewässer 
22.03.2019

Appenzeller Kantone untersuchen Fliessgewässer 

Untersucht werden die Auswirkungen der verschiedenen Abwässer auf die Fliessgewässer. Veränderungen im und am Bach sollen so frühzeitig erkannt und allfällige Massnahmen ergriffen werden.Die Erhebungen werden von Ende März bis Mitte Oktober durchgeführt. 

Das Appenzellerland ist reich an kleineren und grösseren Bächen, die die Landschaft gliedern und bereichern. Allerdings hinterlassen Abwässer aus Kläranlagen, von Strassen und Plätzen, aber auch die Landwirtschaft und die Wasserkraftnutzung deutliche Spuren in den Gewässern, heisst es in der Mitteilung der beiden Kantone.

Um die Qualität dieser Fliessgewässer weiter zu verbessern und Handlungsbedarf aufzuzeigen, werden die Bäche der Einzugsgebiete Sitter, Urnäsch, Glatt, Goldach und des Rheintaler Binnenkanals in diesem Jahr erneut untersucht. 

Auswirkungen der Abwässer
Die Untersuchungen beginnen Ende März und dauern bis Mitte Oktober. Es werden Erhebungen der Abflussverhältnisse, des äusseren Erscheinungsbildes, der Gewässerbiologie, der chemisch-physikalischen Kenngrössen sowie der Nährstoffe durchgeführt und ausgewertet, schreiben die beiden Kantone.

Auch werde überprüft, ob die ökologischen Ziele für Fliessgewässer gemäss Gewässerschutzverordnung eingehalten würden und ob Verbesserungen im Vergleich zu früheren Untersuchungen festzustellen sind. Im September werden zudem die Fischbestände in der Glatt, der Urnäsch, im Rotbach und im Klusbach an mehreren Stellen erhoben und untersucht wie gut die natürliche Reproduktion im Gewässer funktioniert. 

Untersuchung letztmals 2013 
Die Appenzeller Fliessgewässer wurden im 2013 zum fünften Mal umfassend überprüft. Anhand der chemischen und biologischen Kenngrössen wurde vielerorts eine gute bis sehr gute Gewässerqualität festgestellt. Allerdings erfüllten diverse Gewässerabschnitte die gesetzlichen Anforderungen noch nicht vollumfänglich, halten die beiden Kantone fest. 

Die fischereiliche Untersuchung wurde damals zum zweiten Mal durchgeführt. Auch die Fischuntersuchung deckte an mehreren Stellen erhebliche Defizite hinsichtlich der Populationsstruktur auf, deren Ursache nicht offensichtlich war.