Schwerpunkt Mobilität: Ostschweiz, quo vadis?

«Der Anschluss ist von essenzieller Wichtigkeit für Innerrhoden»

«Der Anschluss ist von essenzieller Wichtigkeit für Innerrhoden»
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Für Appenzell Innerrhoden ist der vom Bund nicht berücksichtigte Zubringer Appenzellerland ein «unumgängliches Projekt».

Nicht überraschend ist man in Appenzell Innerrhoden not amused darüber, dass der Bundesrat den Autobahnanschluss Appenzellerland mit Umfahrung Herisau nicht in das Strategische Entwicklungsprogramm aufnehmen will. Die Ostschweizer Regierungen würden sich nun gemeinsam für dieses für den Wirtschaftsstandort Ostschweiz wichtige Projekt einsetzen, heisst es.

«Für Appenzell Ausserrhoden wie für Appenzell Innerrhoden ist eine bessere Anbindung an das Nationalstrassennetz unumgänglich und ohne Verzögerung in den nächsten Planungshorizont des Bundes aufzunehmen», hält der Innerrhoder Bauherr Ruedi Ulmann fest. Der Anschluss sei regional und volkswirtschaftlich von essenzieller Wichtigkeit für den Wohn- und Wirtschaftsstandort Appenzell Innerrhoden: «Nur so sind die Standortattraktivität sowie die Verteilung der Güter ab Gossau auch längerfristig effizient gesichert und gewährleistet.»

Investition in Langsamverkehr

«Als langfristiges Ziel haben die Langsamverkehrsverbindungen mit der Erstellung der Rad- und Gehwegverbindungen zu den Aussenbezirken sowie in die Nachbarkantone Priorität», sagt Ruedi Ulmann. In Planung ist momentan der Ausbau der Haslenstrasse. Die Landsgemeinde hat dem Kredit zur Umsetzung eines Geh- und Radweges nach Haslen bereits zugestimmt. Ebenfalls in Planung ist eine Langsamverkehrsverbindung in Richtung Hundwil auf der Enggenhüttenstrasse.

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In 30 Minuten nach St.Gallen

Im Bereich Öffentlicher Verkehr sind in Innerrhoden keine grösseren Projekte pendent, wie Landammann Roland Dähler bestätigt. Ein wichtiges Anliegen sei, eine mit der Realisierung der Durchmesserlinie angestrebte Fahrzeit zwischen Appenzell und St.Gallen von maximal 30 Minuten zu erreichen. Mit verschiedenen Massnahmen käme man diesem Ziel immer näher, sagt der Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements. «Die aktuelle Situation in Teufen wird nun jedoch voraussichtlich eine weitere Verzögerung in der Realisierung dieses Ziels mit sich bringen.» In Teufen soll anstelle der geplanten Doppelspur der Appenzeller Bahnen durch das Dorfzentrum ein Tunnel geprüft werden.

 In der Sommersaison wird ab der Haltestelle Hirschberg an den Wochenenden und an Feiertagen ein Shuttlebus mit Postauto angeboten, damit Reisende aus Richtung St.Gallen–Gais etwa 30 Minuten schneller in Wasserauen sind. «Dieses Angebot werden wir voraussichtlich auch nächstes Jahr wieder anbieten, da die Erfahrungen bis jetzt sehr gut sind», sagt Dähler.

 In der aktuell erarbeiteten Gesamtverkehrsstrategie Innerrhodens komme immer wieder das Thema Ortsbus zur Sprache. Mittelfristig will der Kanton deshalb prüfen, ob ein solches Angebot für das Dorf Appenzell und die Umgebung sinnvoll ist.

Text: Philipp Landmark

Bild: Gian Kaufmann

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