Wohntraum wird schon wieder teurer
Text: pd/stz.
Der Traum vom Eigenheim bleibt kostspielig. Wie der am 12. Oktober veröffentlichte Raiffeisen-Transaktionspreisindex zeigt, lagen die Preise für Eigentumswohnungen in der ausgewiesenen Grossregion Ostschweiz Ende September 2026 um 6,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Einfamilienhäuser verteuerten sich im selben Zeitraum um 3,5 Prozent. Damit stiegen die Wohnungspreise in der Ostschweiz etwas stärker als im Schweizer Durchschnitt von 5,9 Prozent.
Auch schweizweit hält der Aufwärtstrend an: Allein im dritten Quartal wurden Einfamilienhäuser um 2,0 Prozent teurer, Eigentumswohnungen um 1,7 Prozent. Gegenüber dem dritten Quartal 2025 beträgt der Anstieg bei den Häusern 3,6 Prozent.
Die Aussicht auf ein mögliches Ende der Nullzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank hat Festhypotheken zuletzt zwar verteuert. Eine Trendwende am Immobilienmarkt ist damit aber nicht verbunden. «Der moderate Zinsanstieg genügt jedoch nicht, um die hohe Preisdynamik am Eigenheimmarkt umzukehren; dafür ist und bleibt das Angebot zu knapp», erklärt Fredy Hasenmaile, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz.
Besonders stark fällt der Preisschub bei Eigentumswohnungen in touristischen Gemeinden aus. Dort beträgt das schweizweite Plus im Jahresvergleich 7,9 Prozent. In Zentrumsgemeinden liegt es dagegen bei 1,6 Prozent.
Der vierteljährliche Index erfasst die Preisentwicklung selbstgenutzter Wohnimmobilien anhand tatsächlicher Handänderungen. Grundlage sind Daten von Raiffeisen und des Swiss Real Estate Datapools.