Stiftung Lilienberg Unternehmerforum

Wie beendet man Kriege? Mit Prof. Dr. Jörn Leonhard

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Frieden schaffen: Aber wie? Kaum eine Frage ist gegenwärtig so drängend und gleichzeitig so umstritten. Mit Waffen oder doch ohne? Mit Verhandlungen oder durch einen Sieg? Was veranlasste Akteure dazu, Kriege fortzusetzen? Wodurch öffnete sich das Fenster für Diplomatie? Und wie kann man wissen, ob es sich um einen Frieden handelt, oder bloss um eine taktische Atempause? Die meisten Wege in den Frieden waren verschlungen, wurden immer wieder verzögert und unterbrochen. Je länger ein Krieg dauert, je mehr Opfer er über Monate und Jahre anhäuft, desto unübersichtlicher und widersprüchlicher verläuft dieser Weg. Und selbst wenn ein Vertrag unterschrieben ist, beginnt die eigentliche Arbeit am Frieden immer erst danach. Jörn Leonhard blickt zurück in die Kriege der Vergangenheit, die alle irgendwann und irgendwie zu Ende gingen, und fragt, was sich aus ihnen für unsere Gegenwart lernen lässt. Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie bietet ein unverzichtbares Reservoir an politischem Anschauungsmaterial. Sie zeigt, welche Konstellationen zu welchen Ergebnissen geführt haben, und sie offenbart Muster ebenso wie wiederkehrende Probleme. Über den Referenten: Jörn Leonhard ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Freiburg und Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften sowie der Leopoldina, Nationale Akademie der Wissenschaften. Für seine Arbeiten hat er zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, darunter 2024 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, den wichtigsten Forschungspreis in Deutschland. Im Verlag C.H.Beck (München) sind von ihm erschienen: «Die Büchse der Pandora. Geschichte des Ersten Weltkriegs» (6. Aufl. 2020), «Der überforderte Frieden. Versailles und die Welt 1918–1923» (3. Aufl. 2026) sowie «Empires. Eine globale Geschichte 1780–1920» (2023, zusammen mit U. v. Hirschhausen).