Digitale Revolution: Mittendrin oder erst am Anfang?
08.04.2019

Digitale Revolution: Mittendrin oder erst am Anfang?

Wie können Algorithmen ohne menschliche Hilfe aus Daten lernen, welche Konsequenzen für die Zukunft sind zu ziehen, und wie können sich Unternehmen positionieren? Das IQB-FHS lädt am 20. Mai zu einer Tour d'Horizon ein und präsentiert mögliche Auswirkungen.

Zumindest mit Blick auf künstliche Intelligenz stehen wir erst am Anfang der Entwicklung und verspüren nur einen leisen Hauch der neuen Welt: Technologische Entwicklungen folgen nicht einem linearen Modell, sondern einem exponentiellen Wachstum der verfügbaren Informationen und des Wissenszuwachses. Wie schnell sich künstliche Intelligenz weiterentwickelt und ob sie den intellektuellen Fähigkeiten des Menschen gleichkommen oder diese gar übertreffen wird, ist derzeit noch sehr umstritten.

Während wir von der starken künstliche Intelligenz, d. h. der Schaffung einer wirklich umfassenden, menschenähnlichen Intelligenz, noch weit entfernt sind, macht die schwache künstliche Intelligenz seit Jahren rasante Fortschritte und wird bereits heute zur Lösung verschiedener Anwendungsprobleme eingesetzt: So lenken Algorithmen, welche Produkte, Leistungen und Werbung uns angeboten werden oder in einem anderen Fall übersetzen sie für uns ganze Texte. Ebenso sind Suchmaschinen sowie smarte Sprachassistenten, wie Alexa und Siri, aus unserem privaten Alltag nicht mehr wegzudenken. Und auch in unseren beruflichen Alltag und in Unternehmen hält künstliche Intelligenz zunehmend Einzug: Zum Beispiel unterstützen lernende Chatbots die Kundeninteraktion im Service, beantworten Bewerbern Fragen in Personalauswahlprozessen, und intelligente Sensoren und Algorithmen ermöglichen eine vorausschauende und kostensparende Wartung von Maschinen (Predictive Maintenance).

Als Querschnittstechnologie verheisst künstliche Intelligenz enorme Effektivitäts-, Produktivitäts- und Innovationsgewinne und hat das Potenzial, sämtliche Branchen und Stufen der Wertschöpfung zu verändern. Dabei birgt die digitale Schlüsseltechnologie sowohl vielfältige Möglichkeiten und zugleich enorme Gefahren.

Um diese Chancen und Risiken genauer zu beleuchten, richtet das Institut für Qualitätsmanagement und angewandte Betriebswirtschaftslehre (IQB) der Fachhochschule St.Gallen eine Abendveranstaltung zum Thema „Künstliche Intelligenz, Algorithmen und Co.“ am 20. Mai aus.

Dabei rückt das IQB die Frage ins Zentrum, wie Algorithmen und künstliche Intelligenz die Arbeit und das Wissensmanagement in Organisationen verändern werden. Zudem werden folgende Themen an der Veranstaltung diskutiert: In welchen Bereichen kann künstliche Intelligenz wertbringend und sinnvoll eingesetzt werden? Welche Möglichkeiten ergeben sich in Bezug auf Workforce Analytics? Welche Chancen und Risiken sowie ethische Fragestellungen sind mit künstlicher Intelligenz verbunden?

Das Institut IQB lädt Interessierte und Innovativ Denkende, Führungspersonen, Inhaberinnen und Inhaber, sowie Gestalterinnen und Gestalter zum Theorie-Praxis-Austausch ein.

Die Veranstaltung findet am 20. Mai 2019 im Fachhochschulzentrum an der Rosenbergstrasse 59 in St.Gallen statt, direkt beim Bahnhof St.Gallen, und startet um 17.00 Uhr. Neben kurzen Impulsvorträgen werden in interaktiven Science Slams und LABs aktuelle und künftige Anwendungsgebiete der künstlichen Intelligenz diskutiert. Im Anschluss lädt die FHS Sie gerne zu einem Apéro riche ein.

Die Veranstaltung ist kostenlos – Anmeldungen unter www.fhsg.ch/iqb-event.

Auf dem Bild: Die Autorin dieses Textes, Lisa Marie Giermindl, ist Dozentin am Kompetenzzentrum für Leadership und Personalmanagement am Institut IQB der FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften