Der «Fördergelddschungel» einfach erklärt

Für Bauherren, die Ihre Immobilien umbauen oder energetisch sanieren möchten, ist es oft schwierig, sich im Dschungel von Bau vorschriften und energetischen Anforderungen zurechtzufinden. Dies gilt insbesondere für die zahlreichen Förderbeiträge, die bei energetischen Sanierungen von verschiedenen Seiten gesprochen werden können.

Ein einfacher Grundsatz: Ein Bauherr, der Fördergelder in Anspruch nehmen möchte, muss diese zwingend beantragen, bevor er mit seinem Bauvorhaben begonnen hat. Wird die Förderung zu spät beantragt, gibt es keine Gelder mehr.
90 Prozent sind einfach
Gemäss Energieberater Marco Handermann und Fachplaner Markus Willi genügt bei den Altbauten meistens ein einfaches Verfahren, um Fördergelder auszu lösen. Wenn Einzelbauteile (Dach, Aussenhülle oder Böden gegen Erdreich) neu gedämmt werden sollen, sind in der Regel Förderbei träge in einer Höhe unter CHF 10 000 zu erwarten. Gemäss Förderprogramm des Kantons St.Gallen werden bei bestehenden und beheizten Gebäuden, die vor 2000 bewilligt wurden, vom Kanton CHF 40 pro qm sanierte Fläche gesprochen. Bei einer Fassade mit Fläche von 200 qm kommt man so auf CHF 8000 För dergelder. Hierfür genügt ein normaler Einzelbauteilnachweis mit Flächen nachweis. Bei komplexen Sanierungen, bei denen mehrere Bauteile gemeinsam verbessert werden sollen, sodass man insgesamt auf Förderbeiträge von über CHF 10 000 käme, wird zwingend ein GEAK Plus (Gebäudeenergienachweis mit Beratungsbericht) verlangt. In diesem Beratungsbericht werden u. a. mögliche Energiekostensenkungen und verbrauchseinsparungen aufgezeigt und die approximativen Investitionskosten ermittelt. Die Auflistung verschiedener Sanierungsvarianten dient zudem als Entscheidungshilfe. Dieses 80bis 100seitige Dokument ist mit mehr Aufwand zu erstellen und kostet je nach EFH und Stand der Planunterlagen ab ca. CHF 2100. Da gilt es abzuwägen, ob die Förderbeiträge, die man dadurch auslöst, den zusätzlichen Aufwand decken.

Fördergelder von unterschiedlichen Stellen
Im Kanton St.Gallen gibt es zusätzlich das Programm «Gebäudesanierung mit Konzept» mit entsprechenden Umsetzungsanreizen. Dieses Konzept müsse sehr gut aufgebaut sein und bedeute dadurch einen Mehraufwand, sagt Marco Handermann. Bevor dieser Aufwand betrieben wird, macht die Zili AG aus Bronschhofen eine unverbindliche Abklärung für den Bauherren. Anschliessend wird ein auf das Projekt abgestimmtes Förderkonzept ausgewählt. Bei der Abklärung der möglichen Fördergelder kommt erschwerend hinzu, dass neben dem Kanton auch Gemeinden, Stiftungen und auch Firmen Förderbeiträge sprechen können. Es ist also auch ein Förder geldkonzept nötig.

Zili bietet diese Arbeiten im Zusammenhang mit der Sanierung zum Festpreis an, was eine grosse Entlastung für die Bauherrschaft bedeutet. Zuerst wird eine unverbindliche Beurteilung vorgenommen. Anschliessend wird ein Fördergeldkonzept erstellt. Erst nach Einreichung der Beitragsgesuche respektive Zusage der zuständigen Stelle kann mit den Sanierungen begonnen werden und die jeweiligen Fördergelder werden der Bauherrschaft gutgeschrieben.

Jedes Projekt ist individuell. Da derzeit in den Kantonen unterschiedliche Regelungen gelten, ist die Zusammenarbeit mit Fachleuten, die die aktuelle Gesetzeslage bestens kennen, für den Bauherrn unerlässlich.