Die Investition in den Nachwuchs zahlt sich aus

Die Anzahl Mitarbeiter bei der St.Galler Kantonalbank ist in den vergangenen zehn Jahren relativ stabil geblieben. Den rund 1000 Angestellten bietet die Bank nicht nur flexible Arbeitsmodelle, sondern auch Unterstützung in fachlicher, persönlicher und sozialer Hinsicht.

Rolf Fuhrer, Leiter Personal bei der St.Galler Kantonalbank:
Rolf Fuhrer, Leiter Personal bei der St.Galler Kantonalbank:
«Jedes Jahr werden 33 Lehrlinge ausgebildet.»

Rolf Fuhrer muss nicht lange überlegen, wenn man ihn danach fragt, was die St.Galler Kantonalbank als Arbeitgeberin auszeichnet. Da sei als Erstes einmal die SGKB-Kultur, welche der Personalleiter als

«Über ein Drittel der SGKB-Mitarbeiter
bleibt länger als zehn Jahre bei der Bank.»

sehr kundenorientiert, kompetent, persönlich und verlässlich beschreibt. Und dann natürlich die Führungskultur. «Hier gilt das Prinzip einer hohen Fairness und Nachvollziehbarkeit von Entscheiden», so Fuhrer. Es gehe darum, eine gute Balance zwischen Delegation und klaren Vorgaben zu finden. Die Einbindung der Mitarbeiter sei dabei zentral. Denn: Sie wollen gefordert werden, ihr Können anwenden und vom Vorgesetzten unterstützt werden.

Als dritten Punkt nennt Fuhrer die attraktiven Anstellungsbedingungen. Die SGKB bietet nicht nur Unterstützung in der Entwicklung der Mitarbeiter, insbesondere in der Aus- und Weiterbildung, sondern auch eine faire Entlöhnung und eine hohe Lohngerechtigkeit seien zentrale Faktoren. Darüber werde die Förderung von Teilzeitarbeit und vom Wiedereinstieg sowie eine gute Work-Life-Balance soweit als möglich unterstützt. Fuhrer: «Wir legen grossen Wert auf moderne und flexible Anstellungsbedingungen.» So sei der Anteil der Angestellten in Teilzeitbeschäftigung in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und liege gemäss den Zahlen von Ende 2017 bei mittlerweile 26 Prozent. «Zudem bieten wir das Bandbreitenmodell an, mit dem Mitarbeitende eine oder zwei zusätzliche Ferienwochen ‹kaufen› können.» Ebenso bestehe ein flexibles Pensionierungsmodell.

«Wir fördern und fordern unsere Leute nach
ihrem Leistungsvermögen und Potenzial.»

33 Lehrlinge pro Jahr
Rolf Fuhrer ist seit September 2009 in der Funktion der Personalleiters bei der St.Galler Kantonalbank tätig. Während dieser Zeitspanne ist die Anzahl Mitarbeiter relativ stabil geblieben und liegt aktuell bei 1059 Vollzeitstellen. Auch werden jedes Jahr 33 Lehrlinge ausgebildet. Sie alle wolle man bestmöglich darin unterstützen, das entsprechende Potenzial voll ausschöpfen zu können. «Unsere Führungskräfte sind in der Lage, unterschiedliche Entwicklungs- und Reifegrade der Mitarbeitenden zu berücksichtigen und dies in der jeweiligen Situation zu bedenken», umschreibt es Fuhrer. «Im Grundsatz fördern und fordern wir unsere Leute nach ihrem Leistungsvermögen und Potenzial. Wir ermöglichen Ihnen eine stete Entwicklung, und zwar sowohl fachlich als auch in persönlicher und sozialer Hinsicht. Unsere Vorgesetzten nehmen ihre diesbezügliche Arbeit professionell wahr. Sie zeigen Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten laufend auf.»

Karriereschritt ausserhalb der SGKB
Das scheint sich auszuzahlen: Über ein Drittel der SGKB-Mitarbeiter bleibt länger als zehn Jahre bei der Bank. Und ein ganzes Drittel sind ehemalige Lehrlinge. Die Investition in den Nachwuchs zahlt sich also aus. «Wir halten unsere Mitarbeitenden arbeitsmarktfähig und investieren darum auch laufend in ihre Ausbildung. Das kann auch bedeuten, dass Ehemalige ausserhalb der SGKB einen Karriereschritt machen, um später wieder zu uns zurückzukehren. Das sehen wir positiv, da es sich auf lange Frist für die SGKB lohnt», so Fuhrer.

Mitarbeiterbefragung
Alle zwei Jahre führt die SGKB eine umfassende Mitarbeiterbefragung durch. Die entsprechenden Resultate werden konsequent bearbeitet und zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur genutzt. Ausserdem würden die Vorgesetzten so eine Rückmeldung aus der Sicht ihrer Leute erhalten. Fuhrer: «Die Mitarbeiterbefragung ist ein Mittel von vielen, die wir einsetzen, um den Dialog zwischen den Führungsstufen und das gegenseitige Verständnis zu fördern.»

Text: Marcel Baumgartner
Bild: zVg